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Genter Studentin bleibt trotz medizinischer Probleme in der Türkei in Haft

Eine Fotografiestudentin am Königlichen Konservatorium der Schönen Künste (KASK) in Gent wird nach Angaben ihres Anwalts nun doch länger in der Türkei in Haft bleiben müssen. Esila Ayik (Foto) ist seit Anfang April in Istanbul inhaftiert. Die Studentin wurde bei Protesten gegen die Verhaftung von Bürgermeister Ekrem İmamoğlu festgenommen. Ihrem Institut zufolge war sie dort, um Fotos der Demonstrationen zu machen. 

Andreas Kockartz
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Obwohl der genaue Grund für ihre Verhaftung nicht offiziell bestätigt wurde, lautet die Anklage "Beleidigung des Präsidenten". Nach Angaben von Lehrkräften der KASK war Ayik als Fotografin bei der Demonstration anwesend und wurde dabei verhaftet. 

Der Anwalt der Studentin hat bereits mehrfach um die Freilassung der Schülerin gebeten, jedoch keine Antwort erhalten. Anwalt Göksum Canberg Ulug sagte, dass ihre Haft sogar verlängert wurde, obschon sie aus gesundheitlichen Gründen haftunfähig sei und dass sie seit einem Monta im Gefängnis sitze, "für ein Vergehen, von dem wir noch nicht einmal wissen, ob es verflogt wird." Ayiks Akte liege noch beim Justizministerium, "unbearbeitet."

Ayik ist 19 Jahre alt und leidet an Nieren- und Herzproblemen. Aufgrund ihres Gesundheitszustands wurden bereits mehrere dringende Appelle für ihre Freilassung eingereicht. 

Der Bürgermeister von Gent, Mathias De Clercq (Open VLD), hat Ende April Briefe an den türkischen Botschafter und den belgischen Außenminister geschickt, mit der Bitte, die Freilassung der jungen Frau zu fordern.

Auch das Europäische Parlament hat bereits einen Hausarrest oder die sofortige Rückführung gefordert. In einem Bericht spricht das EU-Parlament inzwischen seine "tiefe Beunruhigung über diese ungesetzliche Verhaftung von Esila Ayik" aus. 

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