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Im ganzen Land fanden Protestmärsche mit hunderten Teilnehmern in den Provinz- bzw. Regionalhauptstädten statt
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Streiks und Proteste: Wieder Aktionstag gegen die Regierungspolitik in Belgien

Die christliche und die sozialistische Gewerkschaft in Belgien - ACV und ABVV - führten an diesem Dienstag erneut eine Kampagne gegen die Renten-, Sozial- und Sparpolitik der Regierung durch. Demonstrationen fanden u.a. in Gent, Antwerpen, Hasselt und Brüssel statt. Auf den Flughäfen Zaventem und Charleroi starteten aufgrund dieser Aktion keine Flüge und der ÖPNV war deutlich gestört.

Andreas Kockartz
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Störungen kommen vor allem im öffentlichen Nahverkehr vor. Bei der belgischen Bahn NMBS/SNCB fahren 6 von 10 IC-Zügen und die Hälfte aller L- und S-Züge. Das sind in etwa so viele Züge wie an den vergangenen Dienstagen, da der Aktionstag mit dem wöchentlichen Streik der unabhängiger Bahngewerkschaften zusammenfällt. Bei der Bahn dauert der Streik bis zum Abend um 22 Uhr an. 

Bei De Lijn in Flandern fuhren nur 2 von 3 Bussen und weniger als die Hälfte der Straßenbahnen. In Gent und Antwerpen waren die Beeinträchtigungen am größten. In Brüssel war der Metro-, Straßenbahn- und Busverkehr der regionalen Verkehrsgesellschaft MIVB/STIB stark beeinträchtigt, was auch der Fall bei der TEC in der Wallonie war. 

Proteste vor allem auf Provinzebene

In anderen Bereichen, wie dem Bildungswesen, hielten sich die Störungen in Grenzen, doch auch dort sowie in den Häfen, in öffentlichen Verwaltungen, Krankenhäusern, Universitäten und bei der Justiz fielen Dienstleistungen aus.

Auch die Aktion selbst unterschied sich von früheren Demonstrationen und dem Streik im letzten Monat. Dieses Mal organisierten die regionalen Gewerkschaftsabteilungen Provinz für Provinz die Aktionen gegen die Regierung De Wever.

Demos und Protestmärsche fanden unter anderem in Brüssel, Antwerpen, Gent, Namur, Lüttich und Verviers stt. Aber auch in Tournai, La Louvière, Hasselt, Roeselare und in Eupen wollten die Gewerkschaften auf die Straße gehen.

Flugverkehr schwer gestört

Der Aktionstag wirkt sich auch auf den Flugverkehr aus. Am Flughafen Charleroi wurden alle abgehenden und ankommenden Flüge gestrichen. Von Zaventem aus wird kein Passagierflugzeug abheben, da zu wenig Sicherheitspersonal zur Verfügung steht. Dies wurde erst am späten Montagnachmittag bekannt, so dass möglicherweise nicht alle Flugreisenden davon unterrichtet waren.

Sozialistische und christliche Gewerkschaftler protestieren gemeinsam
Hasselt
Brüssel
Antwerpen
Bahngewerkschaften in Brüssel
Gewerkschaftler sprachen in Brüssel Süd/Midi Reisende an

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