Für den in Konkurs gegangenen Computerchip-Hersteller BelGaN aus Oudenaarde (Prov. Ostflandern) ist ein Käufer gefunden worden. Dies berichten die Insolvenzverwalter. Es handelt sich um einen europäischen Investor, der bereit ist, bis zu 250 Mio. € in BelGaN zu investieren. Die Produktion soll mit möglicherweise bis zu 500 Mitarbeitern wieder aufgenommen werden. Der Käufer wird dort wieder Microchips herstellen, allerdings einen anderen Typen, als dort bisher produziert wurde.
Europäischer Käufer für den insolventen Computerchip-Hersteller BelGaN aus Oudenaarde
Was bereits in der Luft lag, ist jetzt bestätigt: Die Chip-Produktion wird am Standort des insolventen Microchip-Herstellers BelGaN wieder aufgenommen. Welcher Investor den Vertrag unterschrieben hat, geben die Treuhänder auf Wunsch der Betroffenen nicht bekannt.
„Ich vermute, dass die Verhandlungen über die Art und den Umfang der Investition noch laufen“, sagte Kurator Ali Heerman gegenüber VRT NWS, „aber es steht schwarz auf weiß, dass es um die Chipproduktion geht.“
Den Insolvenzverwaltern liegt der Geschäftsplan vor. Um die Ernsthaftigkeit der Transaktion zu überprüfen, wurde eine Vorauszahlung von 2 Mio. € verlangt. Diese wurde inzwischen hinterlegt.
Neben dem europäischen Käufer gab es zwei weitere Bieter - ein chinesisches und ein indisches Unternehmen. Ihre Angebote bleiben vertraulich.
Chips u.a. für KI und die Autoindustrie
Das Handelsgericht hat bereits grünes Licht für den Verkauf des Gebäudes in Oudenaarde gegeben, in dem sich zwei große Cleanrooms befinden, die auch für eine neue Art der Chip-Produktion geeignet sind.
„Es liegt ein Geschäftsplan für die Produktion von photonischen Chips vor“, so der Kurator klar: „Das ist eine völlig andere Form der Herstellung als die, die zuvor bei BelGaN gemacht wurde. Die neue Technologie würde vor allem in der Künstlichen Intelligenz, in Datenzentren und in der Automobilindustrie Anwendung finden“.

