Auf die öffentliche Befragung zum Abriss und Wiederaufbau des Südpalastes in Brüssel gingen 65 Stellungnahmen ein. Die Königliche Kommission für Denkmäler und Stätten (KCML) gab eine differenzierte Stellungnahme ab. Um einen U-Bahn-Tunnel für die neue Metrolinie 3 zu graben, der den Südbahnhof mit Anneessens verbinden soll inkl. der neuen Metrostation „Toots“, muss der Südpalast abgerissen und neu aufgebaut werden. Nur die Fassaden werden stehen bleiben. Auch die öffentliche Umfrage zur Begrünung der Umgebung des Brüsseler Zentralbahnhofs wurde kürzlich abgeschlossen, allerdings mit deutlich mehr Antworten.
Reaktionen auf die öffentlichen Untersuchungen zu den Arbeiten am Brüsseler Südpalast und an der Frischzellenkur für den Zentralbahnhof
Die öffentliche Befragung im Rahmen des Genehmigungsantrags für den Abriss des Südpalastes endete letzte Woche. Es gingen 65 Antworten ein, was eher wenig ist. Unter anderem hat BRAL mit einem Einspruch reagiert. BRAL ist eine städtische Bewegung, die sich für ein nachhaltiges Brüssel einsetzt. Für den Stadtverband sind die Auswirkungen auf die umliegenden Viertel zu negativ, um das Projekt - das mindestens 9 Jahre dauern wird - zu rechtfertigen. Zumal es überhaupt nicht sicher ist, dass die Metro jemals dort ankommen wird bzw. überhaupt fertiggebaut wird, so BRAL.
Darüber hinaus bedauert die urbane Bewegung, dass in den Brüsseler Gemeinden Anderlecht und Saint-Gilles keine Bürgerbefragung durchgeführt wurde, obwohl auch in diesen Anrainergemeinden Auswirkungen auf die Mobilität und die Umwelt erwartet werden. Gemeinsam mit anderen Stadtverbänden wie „Inter Environnement Bruxelles“ und dem Nachbarschaftskomitee „Stalingrad“ haben sie eine Petition eingereicht, die inzwischen 536 Unterschriften zählt.
Nicht alle Antworten waren zwangsläufig negativ. In einigen Reaktionen wurden eher deutlichere Erklärungen verlangt. Am 1. April folgt der Konsultationsausschuss, in dem diese Reaktionen diskutiert werden und nach dem die Stadt Brüssel zusammen mit einigen regionalen Dienststellen eine Stellungnahme abgeben muss. Letztendlich entscheidet die Region Brüssel-Hauptstadt über die Genehmigung.
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Nuancierte Stellungnahme
In der Zwischenzeit ist bereits eine Stellungnahme der Königlichen Kommission für Denkmäler und Stätten (KCML) bekannt. Die Kommission bedauert, an dem Punkt angelangt zu sein, vor dem sie bereits gewarnt hatte, vertritt aber die Auffassung, dass die Erhaltung der Fassaden eine gute Sache ist.
Was den Wiederaufbau betrifft, so befürwortet die KCML die Idee, das Gebäude so zu rekonstruieren, wie es zwischen 1922 und 1926 aussah, ohne jedoch eine exakte Kopie anzufertigen. Eine moderne Ausfachung im Inneren ist nach Ansicht des Ausschusses in diesem Zusammenhang wünschenswert. Da der Südpalast nicht unter Denkmalschutz steht, ist das Gutachten des KCML nicht bindend sondern lediglich eine Empfehlung.
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Zahlreiche Reaktionen auf das Projekt zur Begrünung von Brüssel-Zentral
Die Umgebung des Bahnhofs Brüssel-Zentral wird einer gründlichen Begrünungskur unterzogen. Die öffentliche Umfrage für diese Arbeiten endete ebenfalls letzte Woche. 255 Antworten wurden eingereicht. Die Neugestaltung ist ein Projekt des bekannten Landschaftsarchitekten Bas Smets. Dabei handelt es sich um Terrassen, die den Höhenunterschied ausgleichen sollen und um Bäume und Bänke, die das Ganze ergänzen sollen.
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In dem erneuerten Bereich soll das Kunstwerk „Die Reife“ von Victor Rousseau versetzt und durch ein anderes Werk ersetzt, eine Entscheidung, die bereits viel Aufsehen erregt hat. Das Büro der Brüsseler Noch-Staatssekretärin für Städtebau und Denkmalschutz, Ans Persoons (Vooruit.brussels), teilte dazu mit, dass für dieses neue Kunstwerk noch ein separater Genehmigungsantrag anhängig ist. Die neue Skulptur ist also nicht Teil des aktuellen Genehmigungsantrags, in dem lediglich beschlossen wurde, dass „De Rijpheid“ („Die Reife“) versetzt werden soll. Dazu läuft ein weiteres Genehmigungsverfahren (das durchaus Auswirkungen auf das hier besprochene Verfahren haben kann…).
Auf die öffentliche Umfrage zu den Begrünungsplänen von Brüssel-Zentral gingen 255 Antworten ein, darunter Briefe mit Einsprüchen. Aber auch in diesem Zusammenhang wurde um nähere Erläuterungen gebeten. Als nächster Schritt wird am 25. März der Konsultationsausschuss zusammentreten. Der Ausschuss, der sich aus Vertretern der Gemeinde und der Region zusammensetzt, wird schließlich eine Empfehlung an die regionale Verwaltung urban.brussels abgeben, die über die Genehmigung entscheiden wird.

