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Ewige Baustelle Südpalast/Metrolinie 3

Öffentliche Befragung zum Abriss (und Wiederaufbau) des Brüsseler Südpalastes beginnt

Die öffentliche Untersuchung über den Abriss und den Wiederaufbau des Südpalastes in der Brüsseler Innenstadt hat begonnen, wie die Nachrichtenplattform BRUZZ meldete. Diese Baustelle, die Teil der Arbeiten für die neue Metrolinie 3 ist, wird neun Jahre lang dauern und soll einen helleren und grüneren Südpalast bringen. Den U-Bahn-Tunnel unter dem Südpalast zu graben, wird nicht funktionieren. 

Andreas Kockartz
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Deshalb wird die regionale Brüsseler Verkehrsgesellschaft MIVB/STIB  den Südpalast bis auf die Giebel und Fassaden abreißen, damit ein Graben ausgehoben werden kann. Anschließend wird das Gebäude im Inneren runderneuert wieder aufgebaut. Die entsprechende Baugenehmigung wurde am 17. Januar eingereicht. Die öffentliche Anhörung begann diese Woche. 

Die Arbeiten sind sehr umfangreich und werden insgesamt neun Jahre in Anspruch nehmen. Nur die Fassaden werden stehen bleiben und auch diese werden gründlich restauriert. Unter anderem wird die komplette Holzstruktur im Inneren des monumentalen Gebäudes in Angriff genommen, was ohnehin auf der Tagesordnung stand. Alles andere wird verschwinden. Das gesamte Innere, einschließlich der Zwischenböden und der veralteten Strukturen, wird entfernt, um Platz für einen modernen, energieeffizienten Bau zu schaffen.

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Blickfang sind die beiden Hofgärten, die öffentlich zugänglich sein werden und von Galerien gesäumt sind. Dort, wo der nördlichen Garten entstehen soll, befindet sich derzeit eine große 56 x 28 Meter große Sporthalle. Diese wird abgerissen. Damit greift der Bauherr auf die ursprüngliche Gestaltung des Südpalastes zurück. Auf dem neu gestalteten Gelände wird es aber weiter Sportanlagen geben, wenn auch in kleinerem Unfang. Zu diesem Zweck wird derzeit eine Programmplanungsstudie der Stadt Brüssel durchgeführt. Diese wird zeigen, wie viele Quadratmeter für Sport, Kinderbetreuung und Schulen vorgesehen werden können.

Dachgärten und Einzelhandel

In der Stalingradlaan wird das in den 1950er Jahren auf das Gesims aufgesetzte Stockwerk verschwinden. Auf dem freiwerdenden Flachdach wird ein Garten mit öffentlichem Zugang angelegt. Dies ist auch auf der Seite der Lemonnierlaan möglich. Alternativ könnte das dort vorhandene Dachgeschoss umgebaut werden. Neben dem zusätzlichen Grün wird es auch mehr Licht geben: Zu diesem Zweck wird das Oberlicht über der ikonischen Arbeitspassage wiederhergestellt. Das ist jetzt eine dunkle Gasse. Im neuen Südpalast wird sie der zentrale Zugang zu den inneren Gärten und über die Haupttreppe auch der Hauptzugang zu den Sport-, Tanz- und anderen Einrichtungen sowie zu den Dachgärten sein.

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Auf mehreren Etagen sind Geschäftslokale geplant, insgesamt 12.500 Quadratmeter - etwas mehr als das heutige Angebot. „Durch die Kombination von Gewerbe-, Bildungs- und Freizeitfunktionen wird der renovierte Südpalast zu einem lebendigen Zentrum im Viertel“, heißt es in den Plänen dazu.

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Betroffene können reagieren 

Die öffentliche Anhörung läuft noch bis zum 13. März. Jeder kann die Pläne online einsehen und Kommentare abgeben. Der Konsultationsausschuss wird am 1. April zusammentreten. Das Francisco-Ferrer-Gymnasium und die Sportvereine müssen bis zum 1. September 2025 ausziehen. Sofern keine Einsprüche eingelegt werden, könnte dann der Abriss beginnen. Das könnte durchaus der Fall sein, denn die hier genannten Einrichtungen und Vereinigungen haben Probleme damit, am Brüsseler Mietmarkt adäquate Alternativen zu finden, bis sie wieder in den Südpalast einziehen können. 

Der Südpalast wurde 1880 gebaut und ist in den Inventar des baulichen Kulturerbes von Brüssel aufgenommen worden. Aber, er steht nicht unter Denkmalschutz.

So soll der Süapalast einmal aussehen

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