Die Suche nach der Leiche von Heidi De Schepper in Balen (Provinz Antwerpen) wird eingestellt. Das teilte die Staatsanwaltschaft Antwerpen am Freitag mit. Die strafrechtlichen Ermittlungen werden unter der Leitung des Untersuchungsrichters fortgesetzt. De Schepper verschwand vor 15 Jahren und wurde vermutlich ermordet. Zwei Verdächtige haben Geständnisse abgelegt.
Suche nach Leichnam von Heidi De Schepper in Balen eingestellt – Ermittlungen gehen weiter
Nach zwölf Tagen intensiver Suche durch verschiedene beteiligte Dienste – darunter das Disaster Victim Identification Team (DVI), der Zivilschutz, die föderale Kriminalpolizei, die Abteilung für Vermisstenfälle sowie die lokale Polizeizone Balen-Dessel-Mol – wurde heute beschlossen, die Suche nach der Leiche von Heidi De Schepper in der Poeierstraat in Balen einzustellen.
Einer der Verdächtigen hatte auf einer Karte ein Industriegebiet in Balen als möglichen Fundort der Leiche von De Schepper markiert. Das Gebiet ist heute vollständig bebaut, was zur Zeit ihres Verschwindens jedoch noch nicht der Fall war.
Die strafrechtlichen Ermittlungen werden unter der Leitung des Untersuchungsrichters fortgesetzt. In dieser Phase des Verfahrens wird die Staatsanwaltschaft keine weiteren Informationen bekannt geben.
Fall Heidi De Schepper
Heidi De Schepper verschwand im Sommer 2010 in Balen, als sie 26 Jahre alt war. Sie wurde nie als vermisst gemeldet. Erst im vergangenen Jahr nahm die Polizei Ermittlungen auf, nachdem die Schule eines ihrer drei Kinder eine Meldung gemacht hatte.
Im Zuge der Ermittlungen wurden in der vergangenen Woche drei Männer festgenommen und in Untersuchungshaft genommen, darunter auch der damalige Partner von De Schepper. Einer der Verdächtigen, der 33-jährige Nick G., saß bereits wegen Mordes im Gefängnis. Er soll auch Heidi De Schepper getötet haben.
Ein dritter Verdächtiger, ein 39-jähriger Mann, hat inzwischen ein teilweises Geständnis abgelegt. Der damalige Partner der Frau schweigt weiterhin.

