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Inland
Justiz

Seit 15 Jahren verschwunden: Verdächtiger gesteht Mord an Heidi De Schepper - Suchaktion in Balen

Im Fall von Heidi De Schepper, einer Frau aus Balen (Provinz Antwerpen), die seit 15 Jahren vermisst wird, sind drei Verdächtige festgenommen worden. Das berichtet die flämische Zeitung Het Laatste Nieuws und die Staatsanwaltschaft Antwerpen bestätigt den Durchbruch. Einer der Verdächtigen wurde wegen Mordverdachts in Untersuchungshaft genommen. Er gestand am Freitag, die Frau getötet zu haben. Die Rolle der beiden anderen Verdächtigen, unter ihnen der damalige Partner, wird weiter untersucht. Am Freitagmittag startete die Polizei in Balen eine Suchaktion nach der Leiche des Opfers. 

Jens Van Reet
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Aktualisiertupdate:

Vor einem Monat veröffentlichte die Polizei eine Fahndungsmeldung zu Heidi De Schepper, einer 26-jährigen Frau aus Balen und Mutter von drei Kindern, die im Jahr 2010 verschwand. De Schepper wurde aber nie als vermisst gemeldet. Erst im vergangenen Jahr kam ihr Verschwinden eher zufällig ans Licht – nach einem Hinweis über das CLB, das Beratungszentrum der Schule eines ihrer Kinder.

Die Staatsanwaltschaft Antwerpen bestätigt die Festnahme von drei Männern. „Gestern (Donnerstag, Anm. d. Red.) wurden drei Personen im Zusammenhang mit dem Verschwinden von Heidi De Schepper festgenommen“, sagt Sprecher Kristof Aerts. „Sie werden vernommen, um zu klären, wie sie möglicherweise beteiligt sind.“

Die Verdächtigen sind 33, 39 und 55 Jahre alt. Bei dem 55-Jährigen handelt es sich um den damaligen Partner von Heidi De Schepper. Die drei Männer sind miteinander befreundet.

Der 33-jährige Verdächtige, Nick G., wurde am Donnerstagabend dem Untersuchungsrichter vorgeführt und wegen Mordverdachts in Haft genommen, so Aerts. Am Freitagnachmittag gestand er, die Frau damals getötet zu haben. 

Verdächtiger bereits wegen Mordes verurteilt

Weitere Ermittlungen sollen nun klären, welche Rolle die einzelnen Verdächtigen beim Verschwinden von Heidi De Schepper gespielt haben. Die beiden anderen Verdächtigen werden am Freitag vernommen. Anschließend entscheidet der Untersuchungsrichter, ob auch sie in Untersuchungshaft genommen werden.

Der 33-jährige Verdächtige, der nun unter Mordverdacht steht, wurde 2012 von einem Schwurgericht wegen Mordes an einem seiner besten Freunde im Jahr 2011 verurteilt. Die Tat ereignete sich ebenfalls in Balen, wo Heidi De Schepper lebte. 2021 wurde er freigelassen. Laut Staatsanwaltschaft besteht kein Zusammenhang zwischen den beiden Fällen.

„Das Ergebnis hervorragender Polizeiarbeit“

Nachdem im vergangenen Jahr eine Meldung über das CLB der Schule eines ihrer Kinder eingegangen war, begann die Polizei mit umfangreichen Ermittlungen. Laut der Fahndungsmeldung wurden alle Möglichkeiten in Betracht gezogen.

Sogar im Ausland wurde nach Spuren gesucht – jedoch ohne Erfolg. Der damalige Partner von Heidi De Schepper erklärte der Polizei, sie sei von einem Tag auf den anderen mit all ihren Sachen verschwunden. Seitdem habe er nie wieder etwas von ihr gehört.

„Die Fahndungsmeldung brachte den Fall in die Medien und führte zu fast 60 Hinweisen, denen die Ermittler nachgegangen sind“, sagt Staatsanwaltssprecher Kristof Aerts. „Gleichzeitig liefen die polizeilichen Ermittlungen, die im vergangenen Jahr begonnen hatten, weiter. Diese Festnahmen sind das Ergebnis hervorragender Polizeiarbeit.“

Polizei sucht in Balen nach Leichnam

Am Freitagmittag wurde bekannt, dass die Polizei in Balen eine gezielte Suchaktion nach dem Leichnam von Heidi De Schepper gestartet hat. Polizeieinheiten durchsuchen ein Industriegebiet. 

(Lesen Sie bitte unter den Fotos weiter.)

Suchaktion in der Poeierstraat in Balen
Die Polizei ist mit einem Großaufgebot vor Ort

Verschwinden blieb 14 Jahre unbemerkt

Heidi De Schepper stammte ursprünglich aus Merksem und lebte seit 2008 mit ihrem Partner und ihren drei Kindern in Balen. Sie führte offenbar ein eher isoliertes Leben und hatte seit ihrem 18. Lebensjahr keinen Kontakt mehr zu ihrer Familie.

Ihr Verschwinden wurde von niemandem bemerkt. Im Mai 2010 wurde noch ein vorläufiger Führerschein abgeholt – entweder von ihr selbst oder von jemand anderem – doch dieser wurde nie gegen einen endgültigen Führerschein eingetauscht. Auch ihr Personalausweis, der bis 2011 gültig war, wurde nicht erneuert.

Im November 2010 wurde sie von Amts wegen aus dem Bevölkerungsregister gestrichen, was bedeutet, dass sie offiziell nicht mehr in Belgien existierte. Wie genau das geschah und wer den Anstoß dazu gab, lässt sich nicht mehr nachvollziehen. Dies erklärt jedoch, warum weder Banken noch Gemeindebehörden Alarm schlugen.

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