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Juristen vor dem Gerichtsgebäude von Tongeren
Inland
Justiz

„Costa“-Drogenprozess in Tongeren unterbrochen: Anwalt legt Beschwerde gegen die Richter wegen Befangenheit ein

In Tongeren (Prov. Limburg) wurde der am Montag begonnene große Drogenprozess, der sogenannte „Costa-Prozess“, auf unbestimmte Zeit unterbrochen. Der Anwalt eines der Hauptangeklagten hatte am Morgen die Richter des Prozesses wegen Befangenheit abgelehnt. Das Verfahren wird fortgesetzt aber zunächst wird geprüft, ob die drei Richter im Amt bleiben können. 

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

In dem Prozess stehen seit Montag 55 Angeklagte wegen der Einfuhr von enormen Mengen Kokain aus Südamerika vor Gericht. Doch der Anwalt einer der Schlüsselfiguren des Prozesses wollte noch kein Plädoyer halten, da sein Mandant erst letzten Monat in Spanien verhaftet wurde und er sich mit ihm noch nicht beraten konnte. 

Der Anwalt hatte beantragt, das Plädoyer erst später im Laufe des Prozesses zu halten. Das Gericht lehnte dies jedoch ab. Der Anwalt ist daher der Ansicht, dass die Richter den Fall nicht unparteiisch und unabhängig beurteilen. 

Es wird jetzt geprüft, ob die drei Richter im Amt bleiben können. Wie lange das dauern wird, ist noch nicht bekannt, aber so oder so verzögert sich der Prozess. Schon im Vorfeld wurde erwartet, dass es die Anwälte bestimmter Angeklagter auf eine Verfahrensschlacht abgesehen haben. 

In dem großen Drogenprozess stehen 55 Angeklagte und fünf Unternehmen wegen der Einfuhr von Dutzenden Tonnen Kokain aus Südamerika nach Europa teilweise über den Hafen von Antwerpen vor Gericht.

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