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Foto: Die Fassade des Nordbahnhofs in ihrer vollen Pracht

Zum ersten Mal seit 50 Jahren ist die Fassade des Nordbahnhofs in Brüssel wieder in ihrer vollen Pracht zu sehen. Zuvor stand das CCN-Gebäude im Weg, das jedoch in den letzten Monaten abgerissen wurde, so dass die historische Bahnhofshalle aus den 1950er Jahren wieder von der Bolivarlaan aus bewundert werden kann. Das Foto stammt von Bart Dewaele von der Brüsseler Nachrichtenplattform BRUZZ. 

Andreas Kockartz
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Jahrelang war die Fassade des Nordbahnhofs hinter dem eklektischen CCN-Gebäude versteckt. Jetzt, da dieses Gebäude vollständig abgerissen worden ist, kommt die modernistische Bahnhofshalle des Brüsseler Architekten Jacques Saintenoy wieder zum Vorschein. So sah der Bahnhof auch aus, als der neue Nordbahnhof an der Nord-Süd-Verbindung 1952 eingeweiht wurde.

Das ehemalige Kommunikationszentrum Nord, das 1982 eröffnet wurde, beherbergte seit den 1990er Jahren Büros der Region Brüssel-Hauptstadt. Im Jahr 2019 wurde das Gebäude verkauft. Die Bauträger Atenor und AG Real Estate wollen an der Stelle des alten Bürogebäudes Büros und Wohnungen errichten. Die Baugenehmigung für dieses Projekt wird seit August öffentlich geprüft.

Die Pläne der Immobiliengesellschaften sehen vier neue Türme vor, von denen der höchste 30 Stockwerke haben soll. Diese sollen nicht wie das CCN-Gebäude vollständig an die Fassade der Bahnhofshalle gebaut werden, so dass die vordere Fassade einigermaßen sichtbar bleibt. 

Dennoch sind städtische Verbände und Interessengemeinschaften sowie Kulturerbe-Initiativen mit den Bauplänen nicht zufrieden. Sie sind der Meinung, dass der Vorplatz völlig frei von Bebauung bleiben sollte, um den Blick auf den historischen Bahnhof so zu erhalten, wie er jetzt zu sehen ist.

Im Oktober 2017 sah das CCN-Gebäude noch so aus - Es verdeckte die komplette Sicht auf die historische Fassade des Nordbahnhofs

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