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Das Ex-Audi Gelände und Belgiens Verteidigungsminister Theo Francken
Inland
Politik

Verteidigungsminister Francken und seine Idee,  Rüstungsindustrie auf dem Gelände von Audi in Brüssel anzusiedeln: „Nächste Woche Besichtigung mit Unternehmern“

In der kommenden Woche wird Belgiens Verteidigungsminister Theo Francken (N-VA) mit einigen Rüstungsunternehmern das Gelände der ehemaligen Audi-Fabrik in der Brüsseler Gemeinde Vorst besichtigen. Franckens Plan ist, das Werksgelände für die Rüstungsindustrie zu nutzen. Schon kurz nach seinem Amtsantritt als Verteidigungsminister hatte Francken diese Idee lanciert.

Andreas Kockartz
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Francken will mehr Investitionen in den Verteidigungsbereich, damit Belgien in Zukunft mehr Waffen und Munition selbst herstellen kann. „Nächste Woche findet eine Besichtigung mit einer Reihe von Rüstungsunternehmen statt, um zu sehen, welche Möglichkeiten das Audi-Werksgelände bietet. Ob das möglich ist, hängt von Audi, von diesen Investoren und von der Unterstützung der Regierung ab. Aber ich glaube fest an diese Geschichte“, sagte Francken am Freitagmorgen im VRT-Sender Radio 1.

(Lesen Sie bitte unter dem Video des Audi-Werksgeländes weiter)

ANSEHEN

Welche Art von Fabrik das sein soll, ist noch nicht klar. „Es geht nicht darum, Waffen im Zentrum von Brüssel zu produzieren, ich verstehe, dass die Anwohner darüber besorgt sind“, sagte Francken: „Es geht um andere Produktion und andere Technologie und Entwicklung.“ 

Ich denke, dass Brüssel in der Frage der hohen Jugendarbeitslosigkeit profitieren würde“

Verteidigungsminister Theo Francken

Charles Spapen (PS), der Bürgermeister der Gemeinde Vorst, erklärte gegenüber dear Brüsseler Nachrichtenplattform BRUZZ, er sei nicht völlig gegen Franckens Idee, aber er bevorzuge Alternativen: „Was für die Gemeinde am wichtigsten ist, sind die 4.000 Arbeitsplätze, die auf dem Spiel stehen. Es geht also in erster Linie darum, eine Fabrik zu erhalten, die Arbeitsplätze schafft.“ 

Es gibt auch mehrere Interessenten außerhalb der Rüstungsindustrie, die neue Aktivitäten an den Audi-Standorten entwickeln wollen, sagte der Bürgermeister. Dies wird auch von der Audi-Geschäftsführung bestätigt, obwohl keine Namen genannt werden.  

Verteidigungsminister Francken weist auch auf den Bedarf an Arbeitsplätzen für die Brüsseler Jugend hin: „Ich denke, dass Brüssel in der Frage der hohen Jugendarbeitslosigkeit profitieren würde. Wenn Tausende von Arbeitsplätzen hinzukämen, wäre das fantastisch. Ich denke, das ist notwendig, um der Brüsseler Jugend einen Job zu geben, eine Zukunft mit einem besseren Leben, ein stabiles Einkommen, auch etwas Technologie und Erfahrung. Das wäre fantastisch.“

Das Ende von Audi-Brussels

Das Audi-Werk in Forest schloss letzte Woche, am 28. Februar, seine Tore. Damit wurden 76 Jahre Automobilproduktion in Forest beendet. Etwa 3.000 Menschen, die direkt bei Audi gearbeitet haben verloren ihren Arbeitsplatz und auch gut 1.000 Beschäftigte aus den Zulieferbetrieben. Das Gelände ist etwa 57.000 m² groß. 

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