Der neue in Belgien aktive Telekom-Anbieter DIGI hat 5 seiner 11 belgischen Vorstandsmitglieder entlassen. Das berichtet die flämische Tageszeitung Het Laatste Nieuws. Demnach wurden die Direktoren, die für Marketing, Personalwesen, Geschäftsbetrieb, Transformation und Kundenbetreuung zuständig sind, mit sofortiger Wirkung entlassen.
Probleme beim neuen Telekomanbieter DIGI? Die Hälfte des Führungsteams wurde entlassen
Meldungen zufolge wurden vier neue Führungskräfte ernannt. Zuvor hatte HLN enthüllt, dass DIGI angeblich Rechnungen nicht bezahlt und Sicherheitsvorschriften missachtet hat. Einer der entlassenen Führungskräfte sagte, dass nicht genug Geld aus Rumänien, wo das Unternehmen seinen Hauptsitz hat, nach Belgien fließt.
Das rumänische Telekommunikationsunternehmen ist seit Dezember 2024 in Brüssel tätig. DIGI bietet Preise an, die zwei Drittel bis drei Viertel unter denen der Konkurrenz hiesigen liegen.
In den letzten Monaten hat das Telekom-Unternehmen außerdem Glasfaserkabel verlegt, u.a. in den Gemeinden Schaarbeek, Anderlecht und Sint-Jans-Molenbeek.
Auf diese Weise will DIGI neben der Mobiltelefonie auch im Festnetz aktiv werden. Aber nicht alle Betroffenen waren damit einverstanden.
In Schaarbeek zum Beispiel gingen die Anwohner gegen das Unternehmen vor, weil es solche Kabel an Hausfassaden anbrachte, ohne die Bewohner bzw. die Besitzer um Erlaubnis zu bitten.

