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Ineos im Antwerpener Hafen
Inland
Justiz

Doch wieder juristischer Einspruch gegen den Ethancracker von Ineos in Antwerpen

Ein Dutzend Umwelt- und Klimaorganisationen haben einen weiteren Einspruch gegen den Bau der neuen Ethancrackanlage des britischen Chemieunternehmens Ineos im Hafen von Antwerpen eingelegt. In dieser Anlage sollen Rohstoffe für die Produktion von Kunststoffen hergestellt werden. 

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Ineos erhielt Anfang dieses Jahres in Berufung eine neue Bau- und Betriebsgenehmigung, nachdem gegen frühere Genehmigungen mehrmals juristisch Einspruch eingelegt worden war. 

Zu den Klägern gehörten unter anderem die niederländischen Provinzen Zeeland und Noord-Brabant. Diese regionalen Regierungen waren besorgt über die von dem Ethancracker ausgehenden Emissionen.

Nach Vermittlung durch die flämische Landesregierung beschlossen die niederländischen Provinzen, ihre Verfahren einzustellen. 

Die Umwelt- und Klimaverbände tun dies nicht und klagen deshalb auch gegen die neue Genehmigung.

Dies ist bereits das vierte Mal, dass sie gegen den Ethancracker von Ineos im Antwerpener Hafen einen solchen Einspruch einlegen.   

„Project One“

Das Projekt wird von der flämischen Landesregierung unterstützt und gefördert, denn hier erhofft man sich riesige Investitionen und die Schaffung von neuen Arbeitsplätzen. Ineos will zwischen 3 und 4 Mia. € in das Antwerpener Projekt investieren.

„Project One“ im Hafen von Antwerpen besteht aus dem Bau einer Propan-Dehydrierungsanlage (PDH) und einen Ethancracker. Diese werden benötigt, um Propan beziehungsweise Ethan in Propylen und Ethylen umzuwandeln. Das sind Rohstoffe für chemische Produkte, die in einer Vielzahl von Branchen wie Automobil, Bau, Bekleidung, Kosmetik und Körperpflege, Pharmazie, Elektronik und Verpackung eingesetzt werden.

Die Baustelle für den Ethancracker

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