Am Samstagabend sind an der Metrostation Clemenceau in der Brüsseler Gemeinde erneut Schüsse gefallen. Dabei kam ein 19 Jahre alter Mann ums Leben. Der oder die Täter flüchteten unerkannt in einem Auto. Am frühen Montagmorgen fielen Schüsse an der Anderlechter U-Bahnstation Sint-Guido. Hierbei kam niemand zu Schaden.
Erneut Schießereien in Anderlecht: Ein Toter an der Metrostation Clemenceau - Auch Schüsse an der Station Sint-Guido
Die Schüsse fielen am Samstagabend gegen 21 Uhr 30. Ein unbekannter Mann schoss dabei mit einer Schnellfeuerwaffe auf einen 19 Jahre alten Mann, der dabei ums Leben kam. Bilder von Überwachungskameras zeigen, dass der dunkel gekleidete Täter mit einer sogenannten „Kriegswaffe“ schoss. Danach flüchtete er unerkannt in einem Auto. Ob sich in den Fahrzeug eine oder mehrere weitere Personen befanden, ist unklar.
Polizei und Justiz sowie Anderlechts Bürgermeister sind davon überzeugt, dass es sich sowohl bei diesem Vorfall, als auch bei den Schießereien in den vergangenen Wochen rund um Clemenceau und um das Sozialwohnungsviertel Peterbos, wo ebenfalls eine Person erschossen wurde, um Abrechnungen und Gebietskämpfe in der Drogenszene handelt. Offenbar versucht eine als brutal bekannte algerisch-französische Drogenbande in Brüssel Fuß zu fassen.
Belgiens neuer Innenminister Bernard Quintin (MR) hat für Montag zu einer Sicherheitskonferenz zu den Schießereien in Brüssel eingeladen. Daran nehmen Vertreter aus Justiz, Polizei und Politik teil. Bei dem Treffen sollen zum einen weitere Maßnahmen gegen die Drogenkriminalität in der belgischen Hauptstadt besprochen werden und zum anderen soll den Bürgern gezeigt werden, dass man etwas dagegen unternehme.
Schüsse an der Metrostation Sint-Guido
Um 01 Uhr 45 fielen Schüsse an der U-Bahnstation Sint-Guido ebenfalls in Anderlecht. Hier wurden mehrere Schüsse abgegeben, wie die Brüsseler Staatsanwaltschaft meldete. Verletzt wurde niemand und ob auf Jemanden konkret abgezielt wurde ist nicht bekannt. In beiden Fällen untersuchen Ballistiker und die Spurensicherung der Kripo die Tatorte.

