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Es bleibt unruhig in Anderlecht... Zahllose Einschusslöcher in Eingangstüre zu einem Flatgebäude in Peterbos
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Justiz

Schießereien in Anderlecht: Schüsse und ein Toter in Peterbos - Polizei findet Waffen bei Hausdurchsuchungen

In der Nacht zum Freitag ist es im Viertel Peterbos in Anderlecht nach Schüssen zu einem Todesopfer gekommen. Dies ist bereits die vierte Schießerei in Brüssel seit Mittwoch. Bei mehreren Hausdurchsuchungen im Rahmen der Ermittlungen gegen die Schießereien an der Metrostation Clemenceau in der Brüsseler Gemeinde Anderlecht am Mittwoch und am Donnerstag beschlagnahmte die Polizei mehrere Waffen, die möglicherweise mit den Vorgängen zu tun haben. Bei den Ermittlungen und bei der Wahrung der Sicherheit in der belgischen Hauptstadt arbeiten die lokalen Polizeieinheiten der 19 Brüsseler Gemeinden unter einem Kommando zusammen.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Nach Schüssen in Peterbos in Anderlecht, einem einschlägig berüchtigten Sozialwohnungs- und Problemviertel, entdeckte die Polizei in der Nacht zum Freitag einen Toten. Das Opfer der jüngsten Schüsse ist nach Polizeiangaben noch nicht identifiziert.  

Möglicherweise gibt es in den Ermittlungen zu den Tätern nach den beiden Schießereien in Anderlecht einen Durchbruch. 

Im Laufe des Donnerstags hatte die Polizei an mehreren Orten Häuser und Wohnungen durchsucht und dabei Waffen beschlagnahmt, die möglicherweise bei den beiden Vorfällen an der Metrostation Clemenceau und vielleicht auch bei einem Schusswechsel in Sint-Joost-ten-Noode zum Einsatz kamen.

Mindestens in einem Fall, bei der ersten Schießerei an der Metrostation in Anderlecht, wurden - wie Bilder von Überwachungskameras zeigen - zwei Kalaschnikows eingesetzt, mit denen auf den Boden und in die Luft geschossen wurde.

Um welche Waffen es sich handelt, ist noch nicht sicher. Entsprechende Meldungen der Kollegen des frankophonen Privatsenders RTL Info bestätigte die Brüsseler Staatsanwaltschaft bisher nicht.

Auch das Gerücht, dass ein Verdächtiger festgenommen werden konnte, bleibt unbestätigt. Sicher scheint nur, dass es sich bei den insgesamt drei Schießereien um Vorfälle handelt, die mit der Drogenkriminalität in Brüssel zu tun haben. 

(Lesen Sie bitte unter den Fotos aus Peterbos in Anderlecht weiter)

Alles unter einem Kommando

Ab diesem Freitag, 7. Februar, arbeiten alle Polizeizonen der Brüsseler Gemeinden unter einem Kommando im Kampf gegen die Drogenkriminalität zusammen. Philippe Close (PS), der Bürgermeister der Stadtgemeinde Brüssel, hatte am Donnerstag seine Kolleginnen und Kollegen zu einer Sondersitzung gebeten.

Ziel ist, gemeinsam die Sicherheit in der Brüsseler Hauptstadt-Region zu gewähren, so Close: „So können wir auf lokaler und föderaler Ebene konkret gegen die Drogenbanden vorgehen.“ In der Praxis geht es sowohl um eine bessere Zusammenarbeit, als auch um eine bessere Koordination der Polizeiarbeit.

Das Einheitskommando wird von Fabrice Kumps (PS), dem Bürgermeister von Anderlecht gemeinsam mit dem Korpschef der Polizeizone Süd, Jurgen De Landsheer geführt. 

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