Am frühen Donnerstagmorgen sind in der Nähe der U-Bahnstation Clemenceau in der Brüsseler Gemeinde Anderlecht erneut Schüsse gefallen. Dabei wurde eine Person verletzt, wie der frankophone Rundfunk RTBF meldet. Am Mittwoch zeigten Bilder von Überwachungskameras, wie 2 Unbekannte an der Metrostation mit Kalaschnikows um sich schossen.
Wieder Schüsse in der Umgebung der Metrostation Clemenceau in Anderlecht
In den vergangenen 24 Stunden hat es in Brüssel bereits dreimal Schießereien gegeben, zweimal in Anderlecht und einmal in Sint-Joost-ten-Noode (2 Verletzte). Die jüngsten Schüsse fielen am frühen Donnerstagmorgen gegen 4 Uhr erneut am der Metrostation Clemenceau. Dabei wurde eine Person am Bein verletzt. Der Verletzte wurde in ein Krankenhaus eingeliefert. Vom Schützen fehlt jede Spur.
Am Mittwoch schossen zwei Unbekannte an der Metrohaltestelle mit Kalaschnikows um sich. Sie verschwanden danach in der Station und entkamen vermutlich durch einen der U-Bahntunnel. Die Polizei hatte den Metroverkehr für Stunden unterbrochen, um die Täter zu finden, doch von ihnen fehlt bis jetzt ebenfalls noch jede Spur.
Belgiens neuer Innenminister Bernard Quintin (MR) traf sich am Mittwochnachmittag mit Anderlechts Bürgermeister Fabrice Cumps (PS), um den Vorgang zu besprechen. Danach teilte er via X mit, dass in Brüssel und in den großen Städten kein Platz für Gewalt sei: „Das hat schon zu lange gedauert. Diese Regierung wird Schritte unternehmen, die auf alle Formen von Gewalt und Kriminalität angewendet werden.“
Nach Ansicht von Brüssels Staatsanwalt Julien Moinil gibt es eindeutig eine Verbindung zur Drogenkriminalität. Auch der Bürgermeister von Anderlecht blickt in Richtung Drogenmilieu, er will alle Kräfte bündeln. Bürgermeister Cumps hofft auf eine „allgemeine Mobilisierung“.



