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Die Bauarbeiten für die "Prinzessin Elisabeth"-Energieinsel sind längst angelaufen
Umwelt & Klima
Energie

Offshore-Energieinsel: Netzbetreiber Elia setzt Vertragsunterzeichnung aus

Der belgische Hochspannungs-Netzbetreiber Elia hat jetzt auch formal beschlossen, die Unterzeichnung der noch ausstehenden Verträge über die "Prinzessin Elisabeth"-Energieinsel  vor der belgischen Nordseeküste auszusetzen. Elia hatte vor einigen Tagen schon wissen lassen, diese Entscheidung treffen zu wollen, doch schon im November 2024 deutete sich Zurückhaltung in dieser Hinsicht an. Inzwischen meldet Belgiens staatlicher Energie-Regulator Creg, dass Elia die Kostesteigerung zum Teil auch selbst verschuldet habe. 

Andreas Kockartz
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Die "Prinzessin Elisabeth"-Energieinsel vor der Küste von Zeebrügge ist ein großes Infrastrukturprojekt, das auf der Nordsee produzierte Windenergie nach Belgien bringen soll. 

Allerdings hat sich das Budget auf 7,5 Mia. € verdoppelt, was zu deutlicher Kritik aus der Wirtschaft, vor allem aus der energieintensiven Industrie führte. Hier befürchtete man, dass diese hohen Mehrkosten auf die (Groß-)Verbraucher abgewälzt würden.

 Auch im belgischen Bundesparlament kamen Fragen zu den steigenden Kosten auf. Die Entscheidung, wie es mit dieser Energieinsel weitergehen soll, liegt jetzt bei der neuen Regierung. Laut Koalitionsvertrag muss hier bis Ende März eine Entscheidung getroffen  werden.

Durch die Tatsache, dass die Unterzeichnung der letzten Verträge zur Energieinsel ausgesetzt wird, kommt es zu Verspätungen in der Umsetzung des Projekts. Engie geht davon aus, dass sich diese Verspätung auf rund 3 Jahre belaufen wird. 

Energieregulierungsbehörde Creg: "Eigener Fehler von Elia"

Die steigende Rechnung für die Energieinsel in der Nordsee ist größtenteils auf technische Entscheidungen zurückzuführen, die der Hochspannungsbetreiber Elia selbst getroffen hat. Das stellt die Creg, die föderale Energieregulierungsbehörde, in einem neuen Bericht fest. 

Die Kosten für die Energieinsel, die Elia bauen will, sind von 2,2 Milliarden Euro auf jetzt über 7 Milliarden Euro gestiegen. Elia gab bisher an, dass dieser Preisanstieg auf die Inflation, teurere Materialien und die Knappheit bestimmter Komponenten zurückzuführen sei, aber jetzt sagt Creg, dass 1,6 Milliarden Euro auf Entscheidungen zurückzuführen sind, die Elia ohne Rücksprache getroffen hat, wie z. B. die technische Auslegung der Infrastruktur auf der Insel, schwerere Kabel als nötig und höhere Sicherheitsmargen als üblich. Und zudem soll Elia nicht den billigsten Anbieter ausgewählt haben. 

In einer Erwiderung weist Elia darauf hin, dass das Unternehmen bisher alle Projekte innerhalb des vorgesehenen Zeit- und Kostenrahmens durchgeführt hat und dass dies das erste Mal ist, dass dies nicht der Fall war. Elia sagt auch, dass es durch bestimmte Fragen von Politikern gebunden war.

Die Baustelle für die Elemente der "Prinzessin Elisabeth"-Energieinsel im Hafen von Zeebrügge
So soll die "Prinzessin Elisabeth"-Energieinsel einmal aussehen

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