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Inland
Wirtschaft

Folge der Audi-Schließung: Sozialabkommen für die 150 Mitarbeiter von Zulieferer SNOP Automotive Gent

Die Mehrheit der Belegschaft von SNOP Automotive Gent hat dem Sozialabkommen zugestimmt, das zwischen der Unternehmensleitung und den Gewerkschaften nach der Ankündigung der Schließung des Unternehmens geschlossen wurde. SNOP ist ein Zulieferbetrieb von Audi Brussels, wo Ende Februar geschlossen wird. SNOP stellt Teile für das Chassis für den Audi Q8 her und hat keine anderen Kunden.

Andreas Kockartz
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Das Sozialabkommen fand die Zustimmung von 87 % der Beschäftigten. Damit erhalten die rund 150 entlassenen Arbeitnehmer mehr als das ihnen zustehende Minimum. Zusätzlich zu den gesetzlichen Abfindungen und der Schließungsprämie erhält jeder Beschäftigte 1.550 € pro Dienstjahr und ein Ausbildungsbudget.

SNOP Automotive hatte am 17. Oktober letzten Jahres seine Absicht bekannt gegeben, das Unternehmen zu schließen. Daraufhin begannen die Gespräche zwischen den Gewerkschaften und der Unternehmensleitung über die Massenentlassung der rund 150 Beschäftigten. Am vergangenen Freitag einigten sich die Gewerkschaften und die Unternehmensleitung auf eine Vereinbarung, die am Montag den Arbeitnehmern vorgelegt wurde. Diese stimmten der Vereinbarung in großer Zahl zu.

Respekt

Marc Staelens von der sozialistischen Gewerkschaft ABVV freut sich über die erzielte Einigung und die respektvolle Haltung der Geschäftsleitung. Weniger erfreut ist er über die Haltung von Audi. Der multinationale Konzern weigerte sich, finanziell in die Schließung seines Zulieferers einzugreifen und empfahl, nur das zu zahlen, wozu das Unternehmen gesetzlich verpflichtet ist.

„Als Sekretär kann ich nur hoffen, dass ein Automobilhersteller oder ein multinationaler Konzern im Falle einer Schließung verpflichtet wird, den Sozialplan mitzufinanzieren“, so Staelens: „Aber für ein solches Gesetz, vorzugsweise auf europäischer Ebene, braucht es politischen Mut. Heute gibt es keine solche gesetzliche Verpflichtung.“

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