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Inland
Wirtschaft

Gewerkschaften und Audi Brussels Management einigen sich auf Sozialplan

Für die Beschäftigten von Audi Brussels in Vorst (Brüssel) konnten sich die Gewerkschaften und die Unternehmensleitung zum Schluss doch noch auf einen Sozialplan einigen. Das teilte der Sprecher des Brüsseler Autowerks mit. Voriges Jahr hatte Audi angekündigt, dass es sein Brüsseler Werk am 28. Februar 2025 schließen werde. Rund 3.000 Mitarbeitende verlieren ihren Arbeitsplatz.

BRUZZ Martina Luxen Belga
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Die Gespräche über einen Sozialplan waren seit Wochen erfolglos verlaufen. Trotz Vermittlung durch das belgische Ministerium für Arbeit.

Die Audi-Brüssel-Geschäftsleitung kündigte daraufhin an, dass sie allen Mitarbeitenden eine individuelle Abfindung anbieten werde.

Am Montagmorgen verkündete der Sprecher von Audi Brüssel, Peter D’Hoore, dass es doch noch eine Einigung mit den Gewerkschaften gegeben haben: „Der Gesamtbetrag, den wir für Abfindungszahlungen bereitstellen wollen, ist mehr als doppelt so hoch wie der gesetzlich vorgesehene Betrag. In der Größenordnung kann ich sagen, dass es sich um eine Anpassung des gesamten Budgets von knapp 1 Prozent handelt.“ Audi wird:

  • zusätzlich zur gesetzlichen Abfindung, 

  • eine freiwillige Unternehmensprämie zahlen, die von der Anzahl der Dienstjahre abhängt. So erhalten Mitarbeitende mit 30 Dienstjahren eine Gesamtabfindung zwischen 200.000 und 400.000 Euro brutto, je nach Position und Gehalt. 

  • Darüber hinaus verspricht Audi Unterstützung bei der Suche nach einem neuen Arbeitsplatz (Altersregelungen für über 60-Jährige, Coaching-Angebote sowie sogenannte Outplacement-Services für Beschäftigte).

Management und Muttergesellschaft zufrieden

Thomas Bogus, der Vorstandsvorsitzende von Audi Brüssel, hält die Vereinbarung für fair: „Ich freue mich sehr, dass es uns trotz schwieriger Verhandlungen gelungen ist, gemeinsam mit den Sozialpartnern eine faire Vereinbarung für die Beschäftigten zu erzielen. Dieses Ergebnis hat allen Verhandlungspartnern bis zum Schluss viel abverlangt. Aber schließlich haben sich alle besonnen und die Beschäftigten in den Mittelpunkt ihres Handelns gestellt.“

Zufriedenheit herrscht auch bei der Muttergesellschaft in Deutschland. „Wir tragen soziale Verantwortung für alle Beschäftigten“, reagierte Gerd Walker, Mitglied des Vorstands der Audi AG und zuständig für Produktion und Logistik.

„Deswegen war uns und mir ganz persönlich wichtig, dass wir eine gemeinsame Lösung mit den Sozialpartnern in Brüssel erzielen. Das haben wir mit dem jetzt vereinbarten Sozialplan erreicht.“

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