In den kommenden Nächten sinken auch in Flandern die Temperaturen unter den Gefrierpunkt. Mitarbeiter des Zentrums für Allgemeine Wohlfahrt, CAW, in Antwerpen suchen dann die Obdach- und Wohnungslosen in der Stadt auf, um ihnen Hilfe anzubieten oder sie davon zu überzeugen, in den Nachtaufnahmezentren zu übernachten. Doch nicht jeder der Betroffenen ist bereit dazu.
Sozialhelfer suchen auch in Antwerpen Obdachlose in den frostigen Nächten auf
Das Team „Outreach“ des CAW Antwerpen ist in der Winterzeit ohnehin häufiger unterwegs, um sich um die Obdachlosen in der flämischen Hafenmetropole zu kümmern.
Und jetzt, wo es zu frieren beginnt, ist dies besonders dringend. Doch es ist nicht so einfach, einige von ihnen davon zu überzeugen, Hilfe anzunehmen oder gar in Schlafsälen für Obdachlose zu übernachten.
„Es ist nicht, weil es friert, dass Leute, die sonst auch nicht zu überzeugen sind, dann wohl überzeugt sind“, sagt Marc Huygen vom CAW Antwerpen dazu gegenüber VRT NWS:
„Das sind Leute, die aus allerlei Gründen lieber nicht zur Nachtaufnahme gehen. Dann geben wir ihnen Schlafsäcke und zusätzliche Kleidung, damit sie nicht der Kälte ausgesetzt sind.“
Letzten Zählungen zufolge leben in der Antwerpener Region bzw. in der Stadt bis zu 3.500 Personen auf der Straße.

