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Die Region Brüssel-Hauptstadt aktiviert den Kälteplan für Obdachlose

Aufgrund der eisigen Temperaturen hat die regionale Koordinierungsstelle für Obdachlose in Brüssel, Bruss'Help, gemeinsam mit der Regionalregierung beschlossen, am Dienstag den „Plan für extreme Kälte“ für Obdachlose zu aktivieren. Auf diese Weise sollen die Obdachlosen vor der schneidenden Winterkälte geschützt werden.

Andreas Kockartz
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Ab Dienstag, 7. Januar, werden 160 zusätzliche Notunterkünfte für Obdachlose, die sich in den Brüsseler Straßen aufhalten, zur Verfügung gestellt. Diese Unterkünfte kommen zusätzlich zu den fast 2.600 Notunterkünften des Brüsseler Obdachlosennetzes, von denen die meisten von der Obdachlosenorganisation Samusocial bereitgestellt werden.

150 der zusätzlichen Plätze werden vom französischsprachigen Roten Kreuz zur Verfügung gestellt. Die verbleibenden 10 Plätze werden von der Obdachlosenorganisation Samusocial für die Unterbringung von besonders schutzbedürftigen Männern und Frauen vorgesehen.

Ab Dienstag haben die Obdachlosen Zugang zu einer 24-Stunden-Aufnahme mit Schlafplätzen, sanitären Einrichtungen, warmen Mahlzeiten und Begleitung zu anderen Beratungs-, Not- und Hilfsdiensten. Der Plan gilt vorerst für einen Monat und wird am 7. Februar bewertet und danach möglicherweise verlängert. 

Obdachlose können versuchen, einen Platz zu bekommen, indem sie die kostenlose Samusocial-Notrufnummer (0800 99 340) anrufen.

Auch Bahnhöfe geöffnet

Darüber hinaus ergreifen die regionale Brüsseler Verkehrsgesellschaft MIVB/STIB und die belgische Bahn NMBS/SNCB notwendige Maßnahmen, um gefährdete Personen vor der Kälte zu schützen. So sind beispielsweise mehrere Metrostationen und der Brüsseler Midi/Südbahnhof bei Minusgraden für Obdachlose geöffnet. Auch einige Brüsseler Gemeinden ergreifen zusätzliche Maßnahmen, um den Obdachlosen in ihrem Gebiet zu helfen.

„Dank der Wachsamkeit und Fürsorge aller, werden jedes Jahr Menschen von den Partnern von Bruss'Help gerettet, untergebracht und - falls erforderlich - an Beratungsstellen verwiesen“, so Bruss'Help in einer Pressemitteilung. Insgesamt leben schätzungsweise 10.000 Obdach- bzw. Wohnungslose und Asylbewerber, denen die Ausländerbehörden kein Dach über dem Kopf bieten, in den Brüsseler Straßen.

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