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Die beste Bahngesellschaft in Europa ist Trenitalia - Die NMBS/SNCB liegt im Mittelfeld

Die italienische Bahngesellschaft Trenitalia, die Schweizer SBB und die tschechische RegioJet belegen in einer neuen Rangliste der Bahngesellschaften die ersten Plätze. Eurostar landet auf dem letzten Platz. Die belgische Bahngesellschaft NMBS/SNCB liegt im Mittelfeld. Dies geht aus einer in dieser Woche veröffentlichten Studie der NGO Transport & Environment (T&E) hervor, die sich für einen umweltfreundlicheren Verkehr einsetzt.

Andreas Kockartz Belga
Veröffentlicht:

Die Ergebnisse von T&E zeigen, dass die Dienstleistung der Eisenbahnunternehmen in Europa im Allgemeinen hinter den Erwartungen zurückbleiben und dass teure Fahrkartenpreise nicht unbedingt zu einer höheren Servicequalität führen. Die Betreiber, die EU-Mitgliedsstaaten und die Europäische Kommission müssen die Zuverlässigkeit, die Erschwinglichkeit und das Buchungserlebnis ihm Bahnreiseverkehr verbessern, so T&E.

In der neuen Rangliste werden 27 Bahnunternehmen anhand von acht Kriterien bewertet, darunter Fahrpreise, Zuverlässigkeit und die Einrichtungen an Bord. Trenitalia, SBB und RegioJet erhalten die besten Noten. Trenitalia zeichnet sich durch sein Reiseerlebnis aus, die SBB ist das pünktlichste Unternehmen in Europa und RegioJet bieter einige der günstigsten Tickets an. Eurostar hingegen schneidet wegen seiner hohen Preise und seiner geringen Zuverlässigkeit schlecht ab. Für T&E unterstreichen die Ergebnisse die Notwendigkeit von Reformen in der gesamten Branche, um den europäischen Zugverkehr auf ein höheres Niveau zu bringen.

Mit einer Gesamtbewertung von 6,1 von 10 Punkten liegt die belgische Eisenbahngesellschaft NMBS/SNCB im Mittelfeld, auf Platz 12 von 27 geprüften Bahngesellschaften. In puncto Zuverlässigkeit muss sich die NMBS nur der Schweizer SBB geschlagen geben.

Beste Entschädigungspolitik

Mit seiner Entschädigungspolitik liegt der belgische Betreiber sogar auf dem geteilten ersten Platz. Zusammen mit neun anderen Verkehrsunternehmen übertrifft die NMBS die europäischen Mindestanforderungen. So werden Fahrgäste beispielsweise bei Verspätungen von mehr als 60 Minuten vollständig entschädigt. Auch die Fahrradpolitik der SNCB wird mit einem geteilten ersten Platz belohnt.

In Bezug auf die Fahrgastfreundlichkeit schneidet die belgische Bahn jedoch deutlich schlechter ab. Mit 2,7 von 10 Punkten landet sie auf dem letzten Platz. So ist die belgische Bahn neben dem griechischen Betreiber Hellenic Train das einzige Unternehmen, das kein WLAN an Bord der Züge anbietet.

Im Gegensatz zu 13 der 27 anderen Betreiber bietet die NMBS auch keine Verpflegung im Zug an, also von Minibars im Zug oder von Speisewagen ist hier nirgendwo die Rede. 

Die Studie von T&E basiert auf öffentlich zugänglichen Daten, vor allem aus den Jahresberichten und von den Webseiten der Bahnunternehmen sowie von Regierungsstellen, sprich von den Verkehrs- und Mobilitätsministerien und -behörden.

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