Belgiens scheidender Premierminister Alexander De Croo wird so schnell wie möglich die Taskforce zu Audi Brussels einberufen, um der Autofabrik in Vorst eine Perspektive zu geben. Das teilte er am Donnerstag im Parlament mit.
Schließung der Audi-Fabrik in Brüssel: Premier De Croo beruft Taskforce ein
Der Noch-Regierungschef wurde von mehreren Fraktionen zu den Berichten befragt, dass bislang kein Übernahmekandidat für den Standort gefunden wurde. De Croo betonte das Potenzial der Fabrik und kündigte an, in Zusammenarbeit mit den Regionen – vor allem Brüssel, aber auch Flandern und Wallonien – nach einer industriellen Zukunftsperspektive für den Standort zu suchen. Gleichzeitig mahnte er, dass auch der Audi-Vorstand in der Verantwortung stehe.
De Croo hob hervor, dass die Regierung von Anfang an auf der Seite der Beschäftigten von Audi Brussels gestanden habe. Dennoch sei die aktuelle Situation auf dem europäischen Automarkt „beispiellos“. Er zeigte sich besorgt über den „angespannten“ Verlauf der jüngsten Verhandlungen über einen Sozialplan.
Die Fraktion der frankophonen Sozialisten (PS) gab bekannt, dass der Vorschlag für die Einrichtung eines Untersuchungsausschusses in der nächsten Woche im Wirtschaftsausschuss behandelt werden soll. Noch in der vergangenen Woche hatte die Plenarversammlung des Parlaments die dringende Behandlung dieses Antrags abgelehnt.

