Zum Hauptinhalt springen
Inland
Wirtschaft

Verhandlungen zum Sozialplan für die Beschäftigten von Audi in Brüssel - Randale vor dem Werkstor

Am Mittwoch sprachen die Direktion der Audi-Fabrik in Brüssel und die Gewerkschaften über den Sozialplan für die rund 3.000 Beschäftigten des Standorts. Am Dienstag wurde bekannt, dass das Werk definitiv Ende Februar 2025 geschlossen wird, da die Volkswagen-Gruppe, zu der Audi gehört, keinen Investor gefunden hat, der das Werk übernehmen könnte. Das Ende der Verhandlungen sorgte für Blockaden und Randale durch einige aufgbrachte Mitarbeiter, die sich vor dem Verhandlungsbüro versammelt hatten.  

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:
Aktualisiertupdate:

Normalerweise soll die Produktion des sich schlecht verkaufenden Modells Audi Q8 e-tron noch bis zur Schließung in Februar laufen, doch seit Tagen stehen die Bänder im Brüsseler Audi-Werk still, da von der Schließung betroffene Zulieferbetriebe mangels an Sozialplänen bestreikt werden.

Zahlreiche in Kurzarbeit befindliche Audi-Mitarbeiter, etwa 200 Personen, fanden sich am Mittwoch vor den Werkstoren in der Brüsseler Gemeinde ein, um Neuigkeiten bezüglich ihrer Zukunft zu erfahren.

Die Gewerkschaften legten am Mittwoch einen Gegenvorschlag zum Sozialabkommen des Managements vor, wie der Gewerkschaftler (ACV-Metea) gegenüber der Nachrichtenplattform BRUZZ sagte.

Darin enthalten sind bessere Bedingungen für Frühverrentungen und höhere Entschädigungssummen enthalten. Die Gewerkschaften fordern eine soziale Gleichstellung von Arbeitern und Angestellten für die, die länger als 10 Jahre bei Audi Brussels beschäftigt sind. Für die anderen Betroffenen fordern sie eine Grundentschädigung plus Aufschlag pro Jahr Betriebszugehörigkeit. 

"Wir wollen ein Entgegenkommen für die Einkommensverluste für die Beschäftigten für die kommenden beiden Jahre, weil anfangs Beschäftigungssicherheit bis 2027 versprochen wurde", so der christliche Gewerkschaftler.  

Polizei musste Gemüter beruhigen

Während im Werksgebäude verhandelt wurde, machten draußen einige der rund 200 Kollegen ihrem Unmut Luft. Sie blockierten die Straße vor der Fabrik und auch den Eingang zum Bürogebäude.

Als die Versammlung zu Ende war, mussten die Direktionsmitglieder unter Polizeibegleitung aus dem Gebäude geführt werden.

Grund für die Randale soll ein Vorschlag der Direktion gewesen sein, den die Beschäftigten von Audi in Brüssel als unzureichend werteten, was wiederum die Gemüter erhitzte. Bei der Räumung der Blockade wurde ein Gewerkschaftsvertreter offenbar leicht verletzt. 

Inzwischen verurteilte die Audi-Direktion die Gewalt am Rande der Sozialverhandlungen. 

ANSEHEN

Meistgelesen

  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5