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Der alte und neue Bürgermeister von Gent, Matthias De Clerck, bei der Abstimmung zum Koalitionsabkommen
Inland
Politik

Gent: Die rot-grün-blaue Mehrheit im Stadtrat macht weiter - Die Parteien stimmten dem Koalitionsabkommen zu

In Gent wurde am Montagabend das Koalitionsabkommen angenommen. Sowohl die Parteibasis der Grünen von Groen, als auch die sozial-liberale Stadtliste „Voor Gent“ stimmten zu. Vor zwei Wochen wurde ein Abkommen zwischen „Voor Gent“ und den Nationaldemokraten der N-VA von den Mitgliedern von Vooruit abgelehnt. Das bedeutet, dass Mathias De Clercq (Open VLD) mit einer Mehrheit von 33 der 53 Sitze im Genter Stadtrat erneut Bürgermeister werden kann.

Andreas Kockartz
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53% Zustimmung, 45% Ablehnung - Es war eine besonders knappe liberale Mehrheit, die für das Genter Abkommen gestimmt hat. Nach dem Vertrauensbruch mit den Grünen vor einigen Wochen ist sich Bürgermeister Matthias De Clercq der Tatsache bewusst, dass noch viel Arbeit vor ihm liegt: „Arbeit mit langem Atem, Tag für Tag präsent sein, Trendbruch realisieren, Vertrauen zurückgewinnen.“ 

Diese Trendwende wird zum Beispiel bei der Mobilität kommen, wo die Sozialisten von Vooruit den neuen Schöffen stellen werden. Hier wird Groen nach umstrittenen Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung in der Vergangenheit abgelöst. 93% der Sozialdemokraten sagten „Ja“ zu dem Abkommen. Für Astrid De Bruycker ist die Vereinbarung fortschrittlich und sozial: „Aber vor allem ist es eine Politik, die alle mit ins Boot nimmt, auch die Menschen, die sich in den letzten Jahren vernachlässigt gefühlt haben.

Und bei Groen fühlt man sich nicht mehr missachtet, wie die Spitzenkandidatin bei den Kommunalwahlen Hafsa El-Bazioui andeutete, nach dem die Parteimitglieder dem Abkommen zugestimmt hatten: „98% Zustimmung, ein sehr schönes Ergebnis, es ist lange her, dass wir einen so gut besuchten Kongress hatten.“ 

Die N-VA ist „tief enttäuscht“

Nachdem die flämischen Nationaldemokraten N-VA nun endgültig aus dem Rennen sind, zeigt sich deren Genter Vorsitzende Anneleen Van Bossuyt tief enttäuscht: „Wir sind auch menschlich ungerecht behandelt worden. Was mir in Mathias De Clercqs Interview aufgefallen ist, ist, dass er sagte, er wolle jegliche Polarisierung bekämpfen. Aber Gent war noch nie so polarisiert wie jetzt“.

Besonders verärgert ist sie über die „Moralritter“ von den Grünen, die sie und ihre Parteimitglieder am 21. Oktober, nach der Einigung zwischen „Voor Gent“ und N-VA, „beschimpft, verhöhnt und bespuckt“ haben. „Das sind genau die Leute, die ein paar Tage zuvor einen offenen Brief geschickt hatten, in dem sie behaupteten, Gent sei Licht und Liebe“.

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