Bei Imperial Logistics, einem wichtigen Zulieferer von Audi Brüssel, haben 281 Mitarbeiter beschlossen zu streiken, bis sie von der Audi-Geschäftsführung mehr Klarheit über ihre Zukunft nach der Werksschließung bekommen. Die Audi-Fabrik hat daher seine Produktion eingestellt. Alle Beschäftigten sind somit bis auf Weiteres einmal mehr technisch arbeitslos bzw. in Kurzarbeit.
Erneuter Produktionsstillstand bei Audi Brüssel durch Streik bei einem Zulieferer
Nach Angaben der christlichen Gewerkschaft ACV arbeiteten die Beschäftigten des Audi-Subunternehmers Imperial Logistics nach einem Streik in der vergangenen Woche am Montag wieder. Doch am Dienstag wurde kollektiv beschlossen, die Arbeit erneut niederzulegen. Der Streik betrifft 281 Arbeitnehmer. Der Streik bei Imperial Logistics führt dazu, dass die Produktion im Audi-Werk zum Erliegen kommt. „Wir bekommen keine Teile“, bestätigte Peter D'hoore, Sprecher von Audi Brüssel, gegenüber der Nachrichtenplattform BRUZZ. Beide Unternehmen sind untrennbar miteinander verbunden.
„Wir weigern uns, die Arbeit wieder aufzunehmen, weil die Geschäftsleitung keine Klarheit schafft“, sagte der ACV-Gewerkschaftler Joacqin Malpica. Die Gewerkschaft wartet ab, was in dieser Woche passiert, um zu sehen, ob Audi Maßnahmen ergreifen wird, die auch die Subunternehmen betreffen.
Hunderte von Arbeitsplätzen bei Subunternehmern sind durch die Schließung des Audi-Werks in der Brüsseler Gemeinde Vorst bedroht. Die empörten Arbeitnehmer fühlen sich in den laufenden Sozialverhandlungen Dialog im Stich gelassen. Imperial Logistics hat eine eigene Abteilung, die ausschließlich für die Brüsseler Audi-Fabrik aktiv ist. Hier verlieren alle 295 Beschäftigten nach dem Aus für Audi ihre Jobs.

