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Symbolische Särge für die von der Audi-Schließung in Brüssel betroffenen Zulieferfirmen
Inland
Wirtschaft

Die Mitarbeiter der Brüsseler Audi-Zulieferbetriebe fühlen sich vergessen: "Wir existieren einfach nicht"

Die Produktion bei Audi in Brüssel steht derzeit still, weil die Mitarbeiter von Zulieferern und Subunternehmern streiken. Auch dort sind Hunderte von Arbeitsplätzen durch die Schließung des Werks in der Brüsseler Gemeinde Vorst bedroht. Die Arbeitnehmer dieser Unternehmen fühlen sich bei den Sozialverhandlungen im Stich gelassen, wie die Nachrichtenplattform BRUZZ dazu schreibt. Am Donnerstag demonstrierten Mitarbeiter dieser Firmen vor der Audi-Fabrik.

Andreas Kockartz
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Dutzende von Demonstranten vor den Toren des Audi-Werks in Forest forderten am Donnerstag ausdrücklich auch Unterstützung für die Beschäftigten der Zulieferfirmen, die ihrer Meinung nach am Verhandlungstisch vergessen werden. Bei einigen Brüsseler Zuliefererfirmen, die direkt von Audi abhängig sind, sind Hunderte von Arbeitsplätzen bedroht. Beim Logistikunternehmen Rhenus stehen 126 Stellen auf dem Spiel, bei Imperial Logistics sind 281 Arbeitsplätze in Gefahr. Beide Standorte sind von der Schließung des Autowerks unmittelbar betroffen.

„Wir existieren einfach nicht“, beklagt sich Stephan De Mûelenaere, von der liberalen Gewerkschaft ACLVB gegenüber BRUZZ: „Seit dem 28. August stehen wir hier in einem Zelt vor der Tür, um die Medien und das Management von Audi wachzurütteln. Aber sowohl in Belgien als auch in Deutschland werden die Zulieferer übergangen. Es geht immer nur um die Audi-Leute. Das ist ein Skandal!“

Gleiche Rechte

„Wir fordern von Audi, dass die Beschäftigten der Subunternehmer die gleichen Rechte wie die Audi-Mitarbeiter“, sagte Joaquin Malpica von der christlichen Gewerkschaft ACV: „Sie haben ihre Gewinne auch dank uns gemacht. Jedes Auto, das hier vom Band läuft, ist dank der Mitarbeiter von Audi und der Beschäftigten der Zulieferer entstanden.“

Um die fehlende Aufmerksamkeit für das Schicksal der Mitarbeiter der Zulieferer anzuprangern, haben die Gewerkschaften symbolische Särge an den Werkstoren aufgehängt, auf denen in großen Buchstaben die Namen der betroffenen Unternehmen stehen. Schließlich sind diese Unternehmen und Audi untrennbar miteinander verbunden. Durch den Streik der Beschäftigten von Subunternehmern und Zulieferern sind aktuell die eigenen Mitarbeiter von Audi technisch arbeitslos.

Gewerkschaften in Deutschland

Die Mitarbeiter der Zulieferer haben nicht vor, in absehbarer Zeit an ihren Arbeitsplatz zurückzukehren. „Unser Vorgehen muss noch verschärft werden“, bekräftigt ACLVB-Mann De Mûelenaere im Gespräch mit BRUZZ: „Jetzt, wo es auch in Deutschland ein Problem gibt, werden wir uns mit den Gewerkschaften dort zusammentun, um über sie auch bei uns Unterstützung zu bekommen.“

ACV-Vertreter Malpica betont, dass mit den Managements der Zulieferfirmen nach Lösungen gesucht wird: „Aber der Hauptverantwortliche ist Audi. Sie müssen nicht nur ihre eigenen Mitarbeiter bezahlen, sondern auch die Mitarbeiter von Subunternehmern. Denn wenn kein entsprechender Sozialplan auf dem Tisch liegt, treiben sie die Menschen ins Elend, vor allem in Brüssel.“

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