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Barry Callebaut in Wieze
Inland
Wirtschaft

Verhandlungen bei Barry Callebaut abgebrochen: Management besteht auf 500 Entlassungen

Beim Schokoladenhersteller Barry Callebaut in Wieze sind die Verhandlungen zum angekündigten Stellenabbau abgebrochen worden. Barry Callebaut will weltweit 2.500 Arbeitsplätze abbauen, davon etwa 500 in Belgien an den Standorten Wieze, Lokeren und Halle. Die Gewerkschaften hatten gehofft, die Zahl der Entlassungen reduzieren zu können, doch die Unternehmensleitung hält an ihren Plänen fest. 

Andreas Kockartz
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Im Februar kündigte Callebaut an, an seinen Standorten in Wieze, Lokeren und Halle mehr als 500 Arbeitsplätze zu streichen, hauptsächlich Angestellte und Führungskräfte. In Lokeren und Wieze (Ostflandern) will Callebaut 311 Stellen streichen, in Halle in Flämisch-Brabant 178. 

Das sogenannte „Renault-Verfahren“, ein belgisches Sozialverfahren bei Massenentlassungen inkl. Informations- und Konsultationsphase, ist bereits im Gange und in diesem Zusammenhang wurden die Verhandlungen von Gewerkschaftsseite her ergebnislos abgebrochen.

Die Unternehmensleitung hält an ihrem Sparplan und an der Vereinfachung und Digitalisierung der Verfahren der Schokoladenherstellung fest. Barry Callebaut sieht Einsparungen in Höhe von 250 Mio. € vor, was zahlreiche Arbeitsplätze kostet. Diesem Stellenabbau würden allerdings Investitionen in Höhe von rund 500 Mio. € folgen, so das Vorhaben des Schokoladenherstellers.

Callebaut, ein profitables Unternehmen

Die Umstrukturierung folgt auf eine groß angelegte Kostensenkungsmaßnahme des Schweizer Schokoladenherstellers. „Barry Callebaut ist ein profitables Unternehmen. Daher gibt es hier keinen Grund für einen so drastischen Personalabbau“, sagte Tina De Greef von der christlichen Gewerkschaft ACV Food & Services gegenüber VRT NWS: „Es ist traurig, dass ein gut funktionierendes Unternehmen derartig Arbeitsplätze in Belgien abbaut, um anderswo auf der Welt den Mitarbeitern weniger zu zahlen, damit sie noch mehr Gewinn erzielen können.“

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