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R.I.P. Umweltzone
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Politik

Umweltaktivisten "beerdigen" die Umweltzone in Brüssel

In Brüssel haben einige Umweltaktivisten die LEZ (Low Emission Zone) symbolisch zu Grabe getragen. Damit protestieren sie gegen das Vorhaben einiger Mehrheitsparteien in der Brüsseler Hauptstadt-Region, die nächste Stufe der Ausstoßnorm für die Umweltzone um 2 Jahre zu verschieben. Die politisch unabhängige Bewegung Bruxsel’AIR hält das alles für „politische Spielchen im Hinblick auf die anstehenden Kommunalwahlen“.

Andreas Kockartz
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Ein Sarg, Trauermusik und ein Kranz waren die „Zutaten“ für die symbolische Beerdigung der LEZ am Montagabend am Sint-Jansplein in Brüssel, eine Aktion von Bruxsel’AIR. „Dies ist das Begräbnis der Luftqualität und der Gesundheit der Brüsseler“, so Benjamin, einer der Veranstalter dieser Szenerie.

Die Aktion ist eine Reaktion auf das Vorhaben der frankophonen Mehrheit in der Brüsseler Region. Die liberale MR, die Zentrumspartei Les Engagés und die sozialistische PS sind der Ansicht, dass das Tempo der Einführung weiterer Stufen für die LEZ zu hoch ist und wollen erreichen, dass dies erst ab Januar 2027 passieren soll. 

Distanzierung von den grünen Parteien

Bruxsel’AIR will sich von der Politik distanzieren, so Benjamin: „Wir wollen zeigen, dass wir nicht von Groen oder von Ecolo sind. Wir sind einfach besorgte Bürger, die sich gegen die schlechte Luftqualität äußern. Wären im Oktober keine Kommunalwahlen, wäre die Umweltzone niemals herabgestuft worden. Leider geht es hier nur um politische Spielchen.“

Viele sind vorbereitet… umsonst?

Die scheidende Brüsseler Regionalregierung hatte die Maßnahmen zur nächsten Stufe der LEZ-Norm bereits vor 4 Jahren verfügt und für Anfang 2025 angekündigt. Inzwischen haben zahlreiche Bürgerinnen und Bürger in der Region schon ihre umweltverschmutzenden Autos verkauft und durch umweltfreundlichere Wagen bzw. durch E-Autos ersetzt.

Dies regt Myriam, ein weiteres Bruxsel’AIR-Mitglied, auf: „Jetzt beschließen drei Parteien, die Maßnahmen wenige Monate vor der Umsetzung einfach auszusetzen. Wir haben hier noch nicht einmal die europäischen Normen zur Luftqualität erreicht. Das ist nur eine populistische Aktion, um bei den Gemeinderatswahlen Stimmen zu gewinnen.“ 

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