Der Impfstoff gegen die Blauzungenkrankheit wird vorerst nicht erstattet, wie der Bundeslandwirtschaftsminister David Clarinval (MR) mitteilte. In einem offenen Brief fordern Viehzüchter die kostenlose Bereitstellung des Impfstoffs.
Noch keine Erstattung für den Impfstoff gegen die Blauzungenkrankheit in Belgien
Die Blauzungenkrankheit breitet sich weiterhin auf den Bauernhöfen in Belgien aus. Nach den neuesten Zahlen der Föderalen Agentur für die Sicherheit der Nahrungsmittelkette ist die Zahl der betroffenen landwirtschaftlichen Betriebe, hauptsächlich Rinder- und Schafshöfe, auf über 500 angestiegen. Die Provinzen Antwerpen, Lüttich und Limburg sind am stärksten betroffen.
In einem offenen Brief fordert der Verband der professionellen Schafzüchter ein entschlosseneres Vorgehen gegen die Ausbreitung des Virus und die Erstattung der Kosten für die Impfung ihrer Herden an die Züchter. Eine Impfdosis kostet zwischen 3,6 und 4,1 Euro. Die Kosten sind also hoch, während die Schafhalter ernsthafte Zweifel an der Wirksamkeit der zur Verfügung stehenden Medikamente haben. Sie kritisieren auch, dass die verschiedenen Regierungsstellen nicht ausreichend kommunizieren. Dieser Umstand führt nur zu noch mehr Unklarheiten.
Laut Minister Clarinval muss diese Entscheidung vom Gesundheitsfonds des FÖD Volksgesundheit getroffen werden, der neben Vertretern des Sektors auch Tierärzte und das Gesundheitsinstitut Sciensano umfasst. Dieses hat beschlossen, die Kosten für die Impfstoffe vorerst nicht zu erstatten.

