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Rasant steigende Zahl an Blauzungen-Fällen vor allem bei Schafen in Belgien

Weiterer Anstieg der Fälle von Blauzunge in Belgien

Das Blauzungen-Virus ist auch in der Landwirtschaft in Belgien weiter auf dem Vormarsch. Die belgische Bundesagentur für Lebensmittelsicherheit FAVV meldet inzwischen über 500 registrierte Fälle. 

Andreas Kockartz
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Noch am 1. August meldete die Lebensmittelbehörde 87 Ausbrüche von Blauzunge in landwirtschaftlichen Betrieben. Inzwischen aber sind 501 Höfe betroffen. Die schnell steigende Zahl an Ausbrüchen wird auch auf das warme Wetter zurückgeführt, denn das Virus wird vor allem durch Insekten übertragen, so die Behörden.

Blauzunge ist für den Menschen ungefährlich, doch für Wiederkäuer bzw. für Paarhufer, wie Rinder oder Schafe ist sie mitunter tödlich. In vielen betroffenen Agrarbetrieben müssen die Tierbestände sogar getötet und entsorgt werden.

Auch die rund 1.200 Tiere umfassende Schafherde im Naturschutzgebiet Kalmthoutse Heide in der Provinz Antwerpen ist betroffen.

Bert Plasmans, einer der Betreuer der Herde, sagte, dass die infizierten Tiere nicht unbedingt alle geschlachtet werden müssen, doch „ich gehe davon aus, dass wir uns von der Hälfte unserer Schafe verabschieden müssen…“

Während in Belgien noch über mögliche Impfungen der Viehbestände nachgedacht wird, können französische Landwirte ihre Rinder oder Schafe ab dieser Woche kostenlos gegen Blauzunge impfen lassen.

Allerdings haben Viehzüchter in Belgien und in den Niederlanden nicht viel Vertrauen in den entsprechenden Impfstoff, denn sie haben beobachtet, dass auch geimpfte Tiere erkrankten und notgeschlachtet werden müssen. 

Aktuell sind 118 Fälle in der Provinz Antwerpen gemeldet, 87 in der Provinz Lüttich, 80 in Limburg, 59 in Flämisch-Brabant, 57 in Ostflandern, 39 in der Provinz Namür, 23 in Hennegau, 19 in Wallonisch-Brabant, 16 in der Provinz Luxemburg und 3 in Westflandern. 

Die bekannte und beliebte Schafherde in der Kalmthoutse Heide ist auch betroffen

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