Der betrunkene Autofahrer, der am Samstagabend in der Nähe von Oostkamp in Westflandern den tödlichen Unfall verursachte, bei dem eine dreiköpfige Familie ums Leben kam, sollte eigentlich im Jahr 2021 seinen Führerschein abgeben. Doch durch eine Justizpanne wurde ihm das entsprechende Urteil nicht zugestellt, wie die flämische Tageszeitung De Standaard in ihrer Mittwochsausgabe meldet.
Der Verursacher des tödlichen Unfalls von Oostkamp bekam 2021 ein Fahrverbot, doch ihm wurde das Urteil nicht zugestellt
Ein Verkehrsrichter hatte gegen den Unfallverursacher von Oostkamp im Oktober 2021 ein dreimonatiges Fahrverbot verhängt. Um wieder an das Steuer eines Autos klettern zu dürfen, wurde im gleichen Urteil eine neue Führerscheinprüfung angeordnet.
Und, der Betroffene hätte sich psychologischen und medizinischen Tests unterziehen müssen. Dieses Urteil ist ihm allerdings damals nicht offiziell zugestellt worden und den Führerschein musste er bisher auch nicht abgeben.
Die Staatsanwaltschaft Westflandern lässt jetzt prüfen, wie es zu dieser Panne im System im Falle eines der Justiz bekannten Verkehrssünders und Wiederholungstäters kommen konnte.
Nach dem Unfall, den der Mann am Wochenende verursachte, wurde gegen ihn Haftbefehl erlassen.
Total betrunken
Bei dem Unfall kam eine dreiköpfige Familie ums Leben. Der Unfallfahrer war total betrunken und mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit auf deren Wagen aufgefahren und hatte diesen in den Straßengraben katapultiert.
Der Mann war bei diesem Unfall nur leicht verletzt worden und in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Die Polizei konnte ihn erst im Laufe des Sonntags verhören, da er derart betrunken war, dass erste Versuche, um mit ihm zu sprechen, misslangen. Später gab er an, sich an nichts mehr, also auch nicht an den Unfall, erinnern zu können.

