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Inland
Justiz

Betrunkener rammt vorausfahrendes Auto: Eine dreiköpfige Familie kommt ums Leben

Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der E401 bei Oostkamp in der Provinz Westflandern ist in der Nacht zum Sonntag eine dreiköpfige Familie ums Leben gekommen. Der Unfallverursacher, ein betrunkener Autofahrer, wurde nur leicht verletzt. Der 50-Jährige hatte schon mehrmals wegen Raserei und Trunkenheit am Steuer vor Gericht gestanden.

Andreas Kockartz
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Der Betrunkene hatte den Wagen der Familie mit vollem Tempo und mit voller Wucht von hinten gerammt und in den Straßengraben an der E403 katapultiert. Dabei kamen ein Vater, eine Mutter und deren 8 Jahre altes Kind ums Leben. Der Unfallverursacher wurde dabei nur leicht verletzt. Die Staatsanwaltschaft ließ den Mann festnehmen, denn eine Blutprobe ergab, dass er dreimal mehr Alkohol im Blut hatte, als zugelassen.

Die Rettungskräfte waren zunächst zu dem Unfallort in der Nähe von Oostkamp gerufen worden, weil dort ein Auto in einem Straßengraben lag. Dort angekommen bot sich ihnen ein Bild des Grauens, denn sie fanden zusätzlich ein zweites Fahrzeug mit den Leichen einer Familie. 

Unfallfahrer einschlägig bekannt

Später gaben Polizei und Justiz bekannt, dass der Unfallfahrer bereits 14 Mal wegen zum Teil schweren Verkehrsdelikten vor Gericht gestanden hat, unter anderem Wegen Trunkenheit am Steuer und wegen Fahrens mit hoher Geschwindigkeit bzw. wegen beiden Vergehen in Kombination.

Polizeirichterin Ariane Braccio forderte am Sonntag gegenüber VRT NWS strengere Strafen bis hin zu Haft für solche Verkehrsteilnehmer, mehr Möglichkeiten, deren Autos zu beschlagnahmen und die Einführung des Führerscheins auf Punkte in Belgien. Dass der Unfallverursacher schon über zehnmal wegen Verkehrsdelikten vor Gericht gestanden habe, zeige, „dass 10 Urteile wenig gebracht haben. Hierbei fühle ich mich ein wenig machtlos…“  

Fahrlässige Tötung

Der Mann wurde in der Vergangenheit wegen Trunkenheit am Steuer, überhöhter Geschwindigkeit und Handynutzung während der Fahrt verurteilt, blieb den entsprechenden Gerichtsverhandlungen aber stets fern. Zudem muss er noch Bußgelder in Höhe von 11.000 € zahlen.

Inzwischen rufen die Angehörigen der bei dem Unfall getöteten Familie Zeugen des Vorfalls dazu auf, sich zu melden. Nach dem der Autofahrer nach seiner Ausnüchterung von der Polizei verhört werden konnte, erließ die Staatsanwaltschaft Haftbefehl wegen fahrlässige Tötung in 3 Fällen gegen ihn. 

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