Der belgische Erstliga-Fußballverein Club Brügge belegt 34 Anhänger mit einem Stadionverbot. Die Betroffenen zeigten bei einer Antirassismusaktion vor dem Anpfiff der Partie im Stadion von Standard Lüttich am Sonntag den Kühnen-Gruß. Der Club wartete in diesem Zusammenhang nicht das Ergebnis von Ermittlungen des Fußballverbandes KBVB und der Justiz an, sondern reagierte umgehend selbst.
Vor dem Anpfiff des Erstligaspiels gegen Standard Lüttich im dortigen Stadion wollten die Gastgeber ein Statement gegen Rassismus abgeben und 300 Jugendspieler liefen mit Masken über das Spielfeld. Auf diese Aktion reagierten Hooligans aus dem Brügge-Block mit einem Nazi-Gruß.
Die Bilder dazu machten schnell die Runde in den sozialen Medien und so konnten direkt 24 der Übeltäter identifiziert werden.
Am Dienstagmorgen konnten nach eingehender Prüfung weitere 10 dieser sogenannten Fans identifiziert werden. Zwar lancierte Club Brügge am Montag ein Verfahren im Hinblick auf Stadionverbote, doch nur einen Tag später sperrte der Verein die Betroffenen selbst aus.
„Insgesamt verweigert Club Brügge jetzt selbst 34 Anhänger bei den Heim- und den Auswärtsspielen zuzulassen“, heißt es dazu in einer Pressemitteilung. Der KBVB hatte schon vor, Club Brügge in dieser Sache vor den Richter zu bringen.

