Conner Rousseau ist von den Mitgliedern der Vooruit erneut zum Vorsitzenden gewählt worden. Zusammen mit der stellvertretenden Vorsitzenden Funda Oru bekam der 31-Jährige 94 Prozent der Stimmen. Rousseau war der einzige Kandidat. Er übernimmt ab sofort das Amt von Melissa Depraetere.
Conner Rousseau mit 94 Prozent der Stimmen als Vorsitzender der flämischen Sozialisten wiedergewählt
Rousseau war im November letzten Jahres wegen rassistischer Aussagen über Roma in einer durchzechten Nacht zurückgetreten. Danach verschwand er für mehrere Monate von der politischen Bühne. Im April meldete er sich zurück und kandidierte als Listendrücker für Vooruit bei den Parlamentswahlen am 9. Juni. Rousseau erhielt 75.000 Vorzugsstimmen.
Nach dem Wahlerfolg schlug Melissa Depraetere vor, Rousseau wieder zum Vorsitzenden zu wählen. Dass sie damit richtig lag, zeigt das Ergebnis von 94 Prozent von insgesamt 8061 Stimmen für Rousseau.
Die Abgeordnete Funda Oru aus Limburg wird als Vizevorsitzende bestätigt.
„Ich bin sehr froh, dass Conner und Funda nach unserem guten Wahlergebnis unsere Arbeit fortsetzen wollen“, sagte Melissa Depraetere in einer offiziellen Stellungnahme der Partei. „Wir haben ein starkes Team zusammengestellt. Gemeinsam werden wir weiter für Kaufkraft, Gesundheit und eine sozialere und wärmere Politik für alle Flamen kämpfen.“
Rousseau und Oru bedankten sich ausdrücklich bei der Interim-Vorsitzenden. „Melissa ist eine toughe Frau”, so Rousseau: “Das wussten wir schon lange, aber in den letzten Monaten konnte auch die Öffentlichkeit sehen, wie talentiert sie ist. Sie war vom ersten Moment an dabei. Deshalb sind wir ihr unglaublich dankbar für ihr grenzenloses Engagement.“
„Wir haben uns in den letzten Jahren eine starke Basis aufgebaut. Wir haben Wahlen gewonnen. Wir haben den Menschen versprochen, dass wir für ihre Kaufkraft, ihre Gesundheit und ihre Sicherheit kämpfen werden. Das werden wir auch in den kommenden Jahren tun“, so Oru und Rousseau abschließend.

