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Guido Dumarey ist raus bei Van Hool
Inland
Wirtschaft

Der flämische "Firmenretter" Guido Dumarey zieht sich aus der Übernahme von Van Hool zurück

Der westflämische Unternehmer Guido Dumarey hat sich aus den Gesprächen zu einer möglichen Übernahme des angeschlagenen Busherstellers Van Hool zurückgezogen. Dies meldet die flämische Tageszeitung Het Laatste Nieuws und wurde inzwischen auch gegenüber VRT NWS bestätigt. Damit wird die Möglichkeit größer, dass der belgische Busbauer von einem niederländisch-deutschen Konsortium aus VDL und  Schmitz Cargobull übernommen wird.

Andreas Kockartz
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Der Unternehmer Guido Dumarey hatte vor rund drei Wochen ein Interesse an einer Übernahme von Van Hool bekundet. Er wollte die Produktion am Stammsitz in Koningshooikt bei Lier in der Provinz Antwerpen belassen und dort bis zu 1.800 Jobs behalten. Dumarey wollte die Expertise der Mitarbeiter von Van Hool nutzen und mit Standardisierung die Kosten senken. 

Guido Dumarey hat in den letzten Jahren schon einige Traditionsunternehmen vor dem Untergang gerettet, wie z.B. den Getriebehersteller Punch Powerglide, der heute ein florierendes Unternehmen mit 3.500 Beschäftigten in Belgien, Frankreich, Italien und Großbritannien ist. Letztes Jahr kaufte Dumarey den kleinen britischen Bushersteller Woodall Nicholson, als dieser in Schieflage geraten war.

Seine Vorschläge hatten eine Gültigkeit bis zum 8. April, denn der Unternehmer wollte nach einem raschen Konkurs bei Van Hool schnell durchstarten. Aber die Kuratoren baten ihn, seine Deadline nach hinten zu verschieben. Darauf wollte sich Dumarey aber nicht einlassen und zieht sich zurück. 

Die letzte Option?

Nach dem Rückzug eines weitere und bisher ungenannten Übernahmekandidaten bleibt jetzt quasi nur noch das deutsch-niederländische Duo Schmitz Cargobull-VDL übrig. Beide wollen Van Hool gemeinsam übernehmen. Anhänger- und Sattelauflieger-Produzent Schmitz Cargobull ist dabei an einer Übernahme der Sparte industrielle Fahrzeuge interessiert und der niederländische Autobushersteller VLD würde die Bussparte übernehmen.

Die VDL-Cargobull-Koalition erwägt, einen Teil der Busproduktion ins Van Hool-Zweigwerk in Nord-Mazedonien zu verlegen, während die Sattel- und Spezialfahrzeugherstellung in Koningshooikt bleiben soll. Die Gewerkschaften befürchten, dass es bei dieser Option zahlreiche Entlassungen geben werde. 

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