Premierminister Alexander De Croo (Open VLD) drängt die flämische Landesregierung zu einer Lösung in der Frage der neuen Umweltgenehmigung für den Brussels Airport in Zaventem. Da Zaventem eine Gemeinde in der Provinz Flämisch-Brabant ist, ist hier Flandern zuständig. De Croo wendet sich an die Landesregierung nach Gesprächen mit den CEOs von Brussels Airlines und Lufthansa.
Umweltgenehmigung für den Brussels Airport: Belgiens Premier De Croo drängt die flämische Landesregierung auf eine Lösung
Lufthansa, die Muttergesellschaft von Brussels Airlines, hatte vor 4 Jahren einen Kredit der belgischen Bundesregierung über 290 Mio. € erhalten, der inzwischen zurückgezahlt wurde. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete Brussels Airlines zum ersten Mal unter der Regie von Lufthansa einen Gewinn.
Jetzt, so Premier De Croo, wolle die Lufthansa ihre belgische Tochter und den Brüsseler Nationalflughafen zum zentralen Hub für Flüge von und nach Afrika für die gesamte Gruppe machen.
Positive Neuigkeiten
Das seien besonders positive Neuigkeiten, so der liberale belgische Regierungschef, doch gleichzeitig macht sich dieser Sorgen über die bald vorliegende Erneuerung der Umweltgenehmigung für den Brussels Airport. Die noch laufende Genehmigung läuft im Juli aus und die neue soll in mehreren Stufen unbefristet werden.
Die Sache liegt jetzt in Händen der flämischen Landesregierung, bei der ein Antrag des Flughafens auf eine neue Umweltgenehmigung gerade bearbeitet wird.
Erschwerende Bedingungen?
Der flämische Landesausschuss für Umweltgenehmigungen lieferte ein für diesen Antrag positives Gutachten, doch, so Premier De Croo, dieses mit erschwerenden Bedingungen rund um die Themen Nachtflüge und Fluglärmnormen durchzogen: „Das ist ein sehr weitreichendes Gutachten, formuliert mit Betriebseinschränkungen, die ein weiteres Wachstum von Brussels Airlines unmöglich machen und die sogar die heutigen Aktivitäten erschweren.“
Negative Auswirkungen?
Premier De Croo befürchtet, dass sich dies, wenn die flämische Regierung diesem Gutachten folgt, negativ auf die Beschäftigung in und um den Flughafen herum, negativ auswirkt.
Er drängt bei der flämischen Regierung darauf, dass es hier zu einer Lösung kommen müsse, die eine weitere Entwicklung von Brussels Airlines möglich macht und dass in diesem Sinne von vorliegenden Gutachten abgewichen wird: „Dies ist nötig, um für neue Jobs zu sorgen und für eine gesunde wirtschaftliche Perspektive für unser Land.“

