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Inland
Wirtschaft

Drohender Konkurs bei Van Hool: "Es haben sich private Partner gemeldet"

Im Fall des von Konkurs bedrohten belgischen Busherstellers Van Hool aus Koningshooikt in der Provinz Antwerpen haben sich mögliche private Investoren gemeldet. Dies bestätigte das Kabinett von Flanderns Wirtschaftsminister Jo Brouns (CD&V). Der flämische Geschäftsmann Guido Dumarey will Van Hool sogar übernehmen. 

Andreas Kockartz
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Der Krisenmanager bei Van Hool stellte Anfang der Woche seinen Sanierungsplan vor, dem in erster Instanz in den kommenden Jahren bis zu 1.100 Arbeitsplätze zum Opfer fallen sollen. Weite Teile der Busproduktion sollen ins Zweigwerk nach Nord-Mazedonien verlagert werden, wo die Lohnkosten deutlich niedriger sind.

Doch alleine dies wird keine Rettung bringen, denn bis Ende März braucht Van Hool eine Kapitalspritze von 45 Mio. €. Andernfalls droht der Konkurs des flämischen Traditionsunternehmens. Die Landesregierung ließ in diesem Zusammenhang wissen, dass sie nicht als einzige Partei in das notleidende Unternehmen investieren werde.

Das bedeutet, dass private Investoren gesucht werden, um eine Kapitalspitze für Van Hool zu finden. Inzwischen aber sollen sich mögliche Partner gemeldet haben, so Landeswirtschaftsminister Brouns. Der flämische Christdemokrat hält den Krisenplan für stark, zumindest im ersten Blick.

An europäisches Wettbewerbsgesetz gebunden

Krisenmanager Mark Zwaaneveld verdiene es, dass das Unternehmen durchstarten könne, so Brouns in einer aktuellen Fragestunde im flämischen Landesparlament zum Fall Van Hool.

Flanderns Ministerpräsident Jan Jambon (N-VA) wiederholte vor den Abgeordneten, dass alleine Kapital in das Unternehmen zu stecken, für seine Regierung keine Option sei: „Abgesehen von ideologischen Abwägungen sind wir auch an die Staatshilferegelungen der Europäischen Union gebunden.“

Zu möglichen privaten Investoren sagte der flämische Nationaldemokrat lapidar: „Da sind wie immer einige Cowboys dabei, aber auch valable Kandidaten.“ 

Geschäftsmann Guido Dumarey will Van Hool übernehmen

Einer der Kandidaten für Investitionen in den maroden Busbauer Van Hool ist Guido Dumarey (Foto unten). Er will die Produktion am Stammsitz in Koningshooikt belassen und dort bis zu 1.800 Jobs behalten.

Dumarey hat in den letzten Jahren schon einige Traditionsunternehmen vor dem Untergang gerettet, wie z.B. den Getriebehersteller Punch Powerglide, der heute ein florierendes Unternehmen mit 3.500 Beschäftigten in Belgien, Frankreich, Italien und Großbritannien ist. Letztes Jahr kaufte Dumarey den kleinen britischen Bushersteller Woodall Nicholson, als dieser in Schieflage geraten war.

Guido Dumarey will die Expertise der Mitarbeiter von Van Hool nutzen: „Ich will die Erfahrung mitnehmen, wenn ich Van Hool übernehme. Das Fachwissen bei Van Hool darf nicht verloren gehen und ich sehe darin eine Zukunft.“ Kosten will Dumarey senken, in dem er auf Standardisierung setzt: „So können wir im Wettbewerb in  Europa mitgehen.“ 

Guido Dumarey will mit Van Hool am Stammsitz weitermachen

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