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Denkmal für Willem Elsschot in Antwerpen

Eine neue deutsche Übersetzung von "Tschip" von Willem Elsschot

Der ostbelgische Grenzecho-Verlag in Eupen hat eine Neuübersetzung des flämischen Klassikers „Tschip“ von Willem Elsschot (1882-1960) herausgebracht. Die Übersetzung kommt von Gerd Busse und entstand mit der Unterstützung von Literatur Flandern. Busse wird aus „Tschip“ auch bei der Leipziger Buchmesse im Rahmen des Gastlandauftritts von Belgien und den Niederlanden „Alles außer flach“ lesen. 

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Mitte Februar veröffentlichte der Grenzecho-Verlag  eine Neuübersetzung von „Tschip“, einem der Schlüsselwerke des renommierten flämischen Autoren Willem Elsschot (Pseudonym von Alphonsus Josephus de Ridder). Diese Übersetzung übernahm Gerd Busse auch dank der Unterstützung von Literatur Flandern. Dieser kleine Roman, bereichert durch das Nachwort „Anstiftung zum Aufruhr“, bietet Leserinnen und Lesern eine einzigartige Mischung aus Humor, gesellschaftlicher Kritik und Einsichten, die Übersetzer Busse sehr gut in die deutsche Sprache bringen konnte.

In „Tschip“ begleiten wir Frans Laarmans, einen Antwerpener Kleinbürger, durch die turbulente Zeit der Hochzeitsvorbereitungen seiner Tochter Adele mit ihrem polnischen Studienkollegen Bennek Maniewski. Der Roman navigiert geschickt durch die Herausforderungen kultureller und sozialer Unterschiede, religiöser Traditionen und familiärer Bande, und bietet dabei Einblicke in das menschliche Herz mit all seinen Widersprüchen und Sehnsüchten.

Leipziger Buchmesse

Diese Veröffentlichung ist besonders zeitgemäß, da die Niederlande und Flandern in diesem Jahr die Ehrengäste der Leipziger Buchmesse sind. 

Der Grenzecho-Verlag freut sich darüber, „Tschip“ in seiner neuen Übersetzung in diesem bedeutenden Rahmen präsentieren zu dürfen und so die reiche Literaturtradition Flanderns einem breiteren deutschsprachigen Publikum zugänglich zu machen.

Übersetzer Gerd Busse (Foto unten) wird im Rahmen von „Leipzig liest“ am Freitag, den 22. März 2024, im Psychiatriemuseum Leipzig, aus „Tschip“ vorlesen. Diese Veranstaltung bietet eine wunderbare Gelegenheit, die Nuancen und den Charme von Elsschots Sprache durch Busses meisterhafte Übersetzung zu erleben. Diese Buchmesse widmet in diesem Jahr auch den Übersetzern einen gewichtigen Raum.

(Lesen Sie bitte unter dem Foto weiter)

Autor und Übersetzer Gerd Busse (Foto: Grenzecho-Verlag)

Gerd Busse

Gerd Busse (1959) hat sich, als Wissenschaftler und Übersetzer, viele Jahre mit den Niederlanden beschäftigt, dort gelebt und gearbeitet. Darüber wuchs auch sein Interesse an Belgien. Er begann zu lesen und bereiste das Land, um das Typische daran zu entdecken. Busse ist u.a. Autor einer kleinen Kulturgeschichte der Niederlande („Typisch niederländisch“, 2012) und eines Länderporträts der Bundeszentrale für politische Bildung (Pocket Belgien, 2021) sowie einer kleinen Kulturgeschichte Belgiens („Typisch belgisch“, 2022).

Als Übersetzer hat er Werke des flämischen Autors Willem Elsschot und den Monumentalroman „Das Büro“ des Niederländers J.J. Voskuil ins Deutsche übertragen. Busse lebt und arbeitet in Dortmund.

Quelle: Grenzecho Verlag

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