Bpost, die belgische Post, will Umstrukturierungen nicht mehr ausschließen, wenn sie in Zukunft weniger Zeitungen und Zeitschriften zustellen kann. Dies deutete der neue CEO von Bpost, Chris Peeters gegenüber dem belgischen Bundesparlament an.
Belgiens Post schließt Umstrukturierungen nicht aus, wenn sie die Zeitungszustellung verlieren sollte
Bpost verhandelt gerade mit den belgischen Verlagen und Herausgebern von Printmedien über einen neuen Vertrag zur Zustellung. Der aktuelle Vertrag läuft im Juni aus. Inzwischen meldet sich Konkurrenz aus Richtung Privatwirtschaft, um die Zustellung zu übernehmen.
Die Zustellung von Printmedien wird in Belgien vom Staat bezuschusst (170 Mio. € im vergangenen Jahr und 75 Mio. € bis Ende Juni) und dies bindet die Post bisher fast in Monopolform. Doch private Zustellunternehmen wollen sich einen Teil dieses Vertrages (und der entsprechenden Zuschüsse) sichern.
Falls die Post die Zustellung auch nur teilweise verlieren sollte, so CEO Peeters, werde sich dies auf den Personalbestand bei Bpost auswirken: „Die Verhandlungen sind nicht evident. Wir haben starke Konkurrenz, die manchmal mit anderen sozialen Verträgen arbeitet; Bpost verteidigt ihr eigenes Sozialmodell. Das ist für die Identität unseres Betriebes sehr wichtig.“
Derzeit arbeiten rund 1.500 Beschäftigte bei der belgischen Post im Bereich Zeitungszustellung.

