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Der Graventoren von Rupelmonde wird ein Museum über den Kartografen Mercator

Der historische Graven-Turm (Graventoren, Foto) von Rupelmonde in der Provinz Ostflandern erhält bald eine neue Bestimmung. Dieser Turm und die nahegelegene Gezeitenmühle werden zu einem Zentrum über den weltberühmten Kartografen Mercator umgewandelt. Der Turm wird das Museum und in der Mühle sollen Veranstaltungen zum Leben und Wirken des berühmtesten Einwohners der Ortschaft stattfinden.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Sowohl der Graventoren, als auch die Gezeitenmühle von Rupelmonde, eine Teilgemeinde von Kruibeke, haben einen Link zu Mercator. Der Kartograf wuchs in der Gemeinde auf und war sogar eine Zeitlang in diesem Turm eingesperrt, denn man warf ihm Ketzerei vor… Jetzt will die Gemeinde mit dem neuen Museum dem Kartografen ein Denkmal setzen.

„Wir haben gemeinsam mit den lokalen Vereinen und einigen Bürgern ein Jahr lang Geschichte und Geschichten gesammelt, um zu schauen, wie wir diese schöne Anlage hier nützlich und adäquat nutzen können“, so San Versele, Projektleiter vom flämischen Tourismusverband gegenüber VRT NWS: „Daraus ist ein Schatz an Geschichten entstanden und den wollen wir erzählen. Und auf Basis dessen werden wir diesem einmaligen Ort neues Leben einhauchen.“

(Lesen Sie bitte unter dem Foto weiter)

Lichtspiel am Graventoren

Dass ausgerechnet der Graventoren dabei zum Museum für Mercator wird, hat seinen Grund, so Versele: „Angesichts der Tatsache, dass Mercator hier seinerzeit eingesperrt war, werden Offenheit und die freie Meinungsäußerung hier eine wichtige Rolle spielen.“

In der Gezeitenmühle, die seit 2021 wieder mahlen kann (siehe nebenstehenden Beitrag), werden in erster Linie Veranstaltungen organisiert. Das bedeutet, dass hier kleinere Privatveranstaltungen und kulturelle Events sowohl draußen im Innenhof, als auch in der Mühle stattfinden können: „Natürlich werden wir auch die Geschichte der Mühle erzählen und die historische Bedeutung dieses Gebäude hervorheben. Ganz nebenbei wird es hier auch Gastronomie mit lokalen Produkten geben.“   

(Lesen Sie bitte unter dem Foto weiter)

Die erste maritime Weltkarte von Mercator

Beide Gebäude werden aufgefrischt und sensibel restauriert. Die Arbeiten dazu beginnen 2026. Doch bereits im Vorfeld dieser Arbeiten werden dort Teile der Ausstellung zu sehen sein und es werden einige Bereiche des Vorhabens bereits umgesetzt. Dabei will man im Praktischen schauen, was bei den Renovierungen in diesem Hinblick anfallen kann.

Gerardus Mercator, in Rupelmonde am 5. März 1512 als Gerard De Cremer (dt. Gerhard der Kaufmann) geboren und am 2. Dezember 1594 in Duisburg im Ruhrgebiet gestorben, war Mathematiker und Geograf. Er lag an der Basis der ersten Projektion eines Globus, der Weltkugel, für maritime Karten. Er lieferte quasi den Seeleuten eine genaue Beschreibung der Konturen der Erde und revolutionierte damit die Kartografie. 

Der Globus mit dem Mercator die Kartographie revolutionierte

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