In Wallonien werden erneut mehrere Vertriebszentren von Supermarktketten von verärgerten Landwirten blockiert. Das berichten französischsprachige Medien. Die Bauern fordern rasch höhere Preise, unter anderem für Milch und Eier.
Bauern blockieren erneut Supermarkt-Vertriebszentren in Wallonien: "Der Ton wird härter“
Die Bauern im französischsprachigen Belgien haben heute Nachmittag eine neue Beratung mit der Handelsorganisation Comeos. Sie fordern kurzfristig höhere Vergütungen für ihre Produkte wie Fleisch, Eier und Milch.
Um den Gesprächen Nachdruck zu verleihen, blockieren die Landwirte seit heute Morgen die Vertriebszentren mehrerer Supermärkte. Dazu gehören das Aldi-Depot in Villeroux und Gembloux, Lidl in Marche-en-Famenne und Intermarché in Villers-le-Bouillet.
Die französischsprachige Bauernorganisation FJA will die Blockaden nur dann beenden, wenn die Beratungen zu konkreten Ergebnissen führen. Wenn nicht, werden die Lagerhallen besetzt bleiben, "möglicherweise für mehrere Tage". "Der Ton wird in den kommenden Wochen härter werden", sagte Maxime Janssen von der FJA dem französischsprachigen Fernsehsender RTL.
In der vergangenen Woche kam es in ganz Belgien zu großen Bauernprotesten. Mehrere Vertriebszentren wurden blockiert, auch in Flandern. Die Folge waren leere Regale. Auch viele Autobahnen wurden blockiert.
Vertreter der flämischen Bauern führen derzeit Gespräche mit der flämischen Regierung und erwarten konkrete Maßnahmen bis zum 12. Februar. Sollten diese nicht kommen, werde es erneute Protestaktionen geben, warnten sie. Eine Aktion findet bereits heute in Genk statt, wo ein informeller Rat mit den europäischen Ministern für Wettbewerbsfähigkeit abgehalten wird.


