Am Mittwoch machte die EU-Kommission in Brüssel den protestierenden Landwirten in verschiedenen Ländern ein Zugeständnis. So wird ihnen erneut Aufschub in Sachen der Verpflichtung, 4 % ihres Agrarlandes brach liegen zu lassen, gewährt. Es kann davon ausgegangen werden, dass der EU-Gipfel am Donnerstag von Landwirten und ihren Traktoren gestört wird.
Die EU-Kommission macht den Bauern Zugeständnisse - EU-Gipfel am Donnerstag in Brüssel könnte gestört werden
Damit kommt Europa den Bauern ein Stück weit entgegen. Ursprünglich war vorgesehen, dass die Landwirte 4 % ihrer Flächen nicht zum Anbau nutzen dürfen, um darauf entweder Hecken zu pflanzen oder Wildblumen, damit sich dort die Natur entfalten kann.
Vor zwei Jahren, als die Russen die Ukraine überfielen, wurde den Bauern Aufschub gewährt, damit sie dort Getreide anbauen konnten. Doch diese Ausnahme lief Ende 2023 aus.
Die Landwirte, u.a. auch die in Belgien, haben ein Problem damit, denn aufgrund niedriger Erträge und niedrigen Preisen für ihre Produkte wollen sie nicht auf 4 % Anbaufläche verzichten (ein Grund für die Proteste).
Bauernproteste in Brüssel?
Jetzt gewährt ihnen Europa ein weiteres Jahr Aufschub, doch sie sollen auf diesem Teil ihrer Fläche keine Pestizide gebrauchen und möglichst Pflanzen anbauen, von denen kein Stickstoff ausgeht. Zudem sollen Zollrechte angepasst werden, damit die EU nicht mit billigem Getreide aus der Ukraine überflutet wird.
Am Donnerstag findet in Brüssel ein EU-Sondergipfel statt. Es wird erwartet, dass dann zahlreiche Landwirte mit ihren Traktoren ins Brüsseler Stadtzentrum bzw. ins Regierungs- und Europaviertel kommen werden. Die regionalen Mobilitätsbehörden sagen ein Verkehrschaos in der Hauptstadt voraus.

