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Umwelt & Klima
Energie

Flanderns Landesregierung stimmt den Plänen für die Ventilus-Hochspannungslinie mit kleinen Anpassungen zu

Ventilus ist die 85 km lange Hochspannungslinie, die grünen Strom aus Richtung der Windkraftanlagen in der Nordsee ins belgische Landesinnere transportieren soll. Die flämische Landesregierung hat den bisherigen Plänen für die Stromtrasse nach der letzten öffentlichen Untersuchung mit nur geringfügigen Anpassungen zugestimmt. 

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Im Rahmen der letzten öffentlichen Untersuchung zur Ventilus-Stromtrasse wurden lediglich einige Anpassungen auf verwaltungstechnischer Ebene vorgenommen, wie Landesumweltministerin Zuhal Demir (N-VA) dazu wissen ließ. Diese Anpassungen betreffen in erster Linie einige Kompensations-Maßnahmen für vom Bau der Linie Betroffene.

Die meisten der 3.550 Einsprüche gegen den vorläufigen Regionalen Raumordnungsplan (GRUP) für das Projekt behandelten Entschädigungen.

Jetzt wird das Dossier dem Staatsrad in Brüssel vorgelegt, der sich darüber beugen soll. Anfang März wird mit der definitiven Zustimmung zur Ventilus-Hochspannungslinie gerechnet.

Die flämische Landesregierung goss die Kompensations-Maßnahmen jetzt in eine Übereinkunft. Diese sieht vor, dass die Besitzer von Häusern und Gebäuden bzw. (Bau)Grundstücken prozentual vergütet werden und zwar im Hinblick auf die Entfernung zur Stromtrasse bzw. zur Frage, ob die Anlage Einfluss auf den Wert von Gebäuden oder Grundstücken hat.

Über den Landes-Energiefonds macht die Landesregierung 38,5 Mio. € frei, um die Ventilus-Hochspannungslinie so gut wie möglich in die Landschaft einzufügen. In erster Linie verläuft die 85 km lange Stromtrasse durch die Provinz Westflandern in Richtung Wallonie und dem weiteren belgischen Hinterland (zwischen dem Hafen von Zeebrügge, wo die Hochspannungsleitung aus der Nordsee Festland erreicht, bis nach Avelgem in Westflandern an der Grenze zur Wallonie). 

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