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Proteste vor dem Bahnhof Gent-Sint-Pieters

De Lijn: Weiter Proteste gegen den neuen Fahrplan und gegen die Bestellung von Bussen in China

Die flämische Nahverkehrsgesellschaft De Lijn steht schwer in der Kritik. Dies ist zum einen der Fall, weil die Verkehrsgesellschaft im Zuge ihres neuen Fahrplans zahlreiche Linien und Haltestellen gestrichen hat und dies vor allem in ländlichen Gebieten, zum anderen aber auch, weil sie neue E-Busse in China bestellte und diesen Auftrag nicht der Industrie im eigenen Land vergab. 

Andreas Kockartz
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Am Samstag Protestierten die Fahrgastverbände, zum Beispiel der Verband ZugTramBus (TTB), und die Gewerkschaften vor den großen Bahnhöfen in den 5 flämischen Provinzhauptstädten Antwerpen (gleichnamige Provinz), Löwen (Flämisch-Brabant), Gent (Ostflandern), Brügge (Westflandern) und Hasselt (Limburg) gegen den neuen Verkehrsplan von De Lijn. Sogar vor dem Brüsseler Zentralbahnhof wurde protestiert, obschon De Lijn diesen gar nicht anfährt. 

Dieser sieht vor, dass mehr als 3.000 Haltestellen aufgegeben werden. Dies passiert vor allem auf ländlicher Ebene, wo man gegebenenfalls auf Rufbusse - auch Flexbusse - zurückgreifen kann, die man einige Tage im Voraus bestellen muss.

Bei De Lijn heißt es zwar, dass man diese Busse online oder per Telefon bis zu einer halben Stunde vor dem gewünschten Fahrtantritt bestellen könne, doch in der Praxis gelingt das nicht.

Gleichzeitig sollen die freiwerdenden Fahrzeuge auf höher frequentierten Linien eingesetzt werden. Doch auch hier sieht De Lijn Verkürzungen von langen Linien vor und man muss öfter umsteigen. Dagegen protestieren die Fahrgastverbände in Flandern seit der vergangenen Woche entschieden. Die Politik auf Landesebene hält sich vornehm in dieser Frage zurück und die Verantwortlichen auf lokaler Ebene wurden zumeist völlig überrascht und in Planungen nicht mit einbezogen.

Kritik gegen die Bestellung von chinesischen Bussen

Gleichzeitig kritisieren sowohl die Gewerkschaften, als auch der belgische Unternehmensverband VBO die Entscheidung von De Lijn, 92 neue Elektrobusse beim chinesischen Hersteller BYD zu bestellen. Dies sei ein Schlag gegen die hiesige Industrie so die Gewerkschaften. 

Dies unterstreicht auch der Vorsitzende des belgischen Unternehmerverbandes VBO, Pieter Timmermans. Dieser ist der Ansicht, dass die belgischen Bushersteller die Unterstützung der hiesigen Nahverkehrsgesellschaften brauchen und dies nicht nur wegen der hervorragenden Qualität ihrer Fahrzeuge, sondern auch wegen der Erhaltung von Arbeitsplätzen.

Allerdings erinnerte Timmermans auch daran, dass diese Bestellung formal in Ordnung sei, denn sie erfolgte nach der gesetzmäßigen öffentlichen Ausschreibung einer Behörde. Timmermans sagte, dass dieser Vorgang bedeute, dass es auch innerhalb der Europäischen Union zu einem Rahmen für einen fairen Wettbewerb kommen müsse, damit belgische, sprich europäische Unternehmen mit Firmen aus Ländern wie China mithalten können. 

Auch der Schulbusverkehr ist von als negativ erfahrenen Anpassungen betroffen

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