Der Verkehrsplan der belgischen Eisenbahngesellschaft NMBS/SNCB für den Zeitraum 2023 bis 2026 bietet eine Verbesserung für den „kleinen Grenzverkehr“ zwischen Belgien und Deutschland in der Euregio Maas-Rhein. Seit dem Winterfahrplan, der am 10. Dezember in Kraft trat, sind Lüttich und Aachen durch eine hochqualitative S-Bahn-Verbindung mit einander verbunden, die schon fast IC-Qualität aufweist.
Neuer Verkehrsplan der belgischen Bahn - Neue Zugverbindung zwischen Lüttich und Aachen
Konkret wurde die S-Bahnverbindung der Linie S41 zwischen Lüttich-Guillemins verlängert und nach Aachen HBF durchgezogen. Die S41 ersetzt damit die L-Zug-Verbindung von Spa nach Aachen, weist allerdings andere Fahrzeiten und anderes Fahrzeugmaterial auf.
Die S41-Züge bedienen in Belgien die Bahnhöfe Lüttich-Saint-Lambert (im Stadtzentrum), Lüttich-Carré, Lüttich-Guillemins, Angleur, Chênée, Chaudfontaine, Trooz, Fraipont, Nessonvaux, Verviers-Central, Verviers-Palais, Dolhain-Gileppe, Welkenraedt, Hergenrath und Aachen-Hauptbahnhof.
In Verviers-Central gibt es Anschluss in Richtung Spa und in Welkenraedt in Richtung Eupen. Und in Lüttich gibt es Anbindungen quasi nach ganz Belgien. Damit haben Aachen und Lüttich zum ersten Mal seit Jahren wieder eine direkte Bahnanbindung außerhalb der teureren und seltener fahrenden ICE- und Eurostar-Hochgeschwindigkeitszüge (früher Thalys).
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Die Züge fahren um volle Stunde 08 in Lüttich-Saint-Lambert ab, um eine Stunde 22 später in Aachen HBF anzukommen. Dort fahren sie um volle Stunde 37 wieder ab, um eine Stunde 50 später in Lüttich-Saint-Lambert wieder anzukommen. Der letzte Zug verlässt Aachen um 22 Uhr 37. Der erste Zug fährt in Lüttich-Saint-Lambert um 7 Uhr 08 ab. Mehr Infos bietet die App der NMBS/SNCB .
Internationale Züge
Inzwischen bieten sich neben der neuen S41 zwischen Aachen und Lüttich, sowie den ICE-Zügen zwischen Brüssel und Frankfurt sowie den Eurostar-Zügen zwischen Brüssel und Köln (bzw. weiter bis Düsseldorf, Essen und Dortmund) weitere Bahnverbindungen zwischen Belgien und Deutschland.
Dass sind z.B. die Nightjet-Schlafwagenzüge zwischen Berlin und Brüssel (bzw. Paris) oder zwischen Wien und Brüssel, wobei die Berlin-Brüssel/Paris-Verbindung eine Kooperation zwischen mehreren Bahngesellschaften ist (Foto unten) und zwar zwischen der österreichischen ÖBB, der Deutschen Bahn DB, der französischen SNCF und der belgischen SNCB/NMBS.
Ab Ende 2024 soll es zu einer weiteren Nacht- und Fernzugverbindung kommen, die von Ostende an der belgischen Nordseeküste bis nach Bratislava in der Slowakei führen soll. Hierzu hat die tschechische Bahngesellschaft Leo Express bereits entsprechende Fahrpläne den zu durchfahrenden Ländern bzw. staatlichen Eisenbahnbehörden in Belgien, Deutschland, Tschechien und Slowakei zukommen lassen.

