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Der Arriva-Zug nach Maastricht in Aachen

Der Dreiländerzug zwischen Lüttich, Maastricht und Aachen kommt noch nicht zum Fahrplanwechsel

Der seit Jahren angekündigte Dreiländerzug zwischen Lüttich in Belgien, Maastricht in den Niederlanden und Aachen in Deutschland könnte endlich ab dem 10. Dezember 2023 fahren, doch die Sache kann erst im Frühjahr 2024 anlaufen. Die zuständigen Minister haben zwar schon formell den Auftrag erteilt, diese Dienstleistung zu starten, doch unerwartete technische Probleme sorgen für eine weitere Verzögerung.

Andreas Kockartz
Veröffentlicht:

Schon seit 2019 fährt dieser Zug  zwischen Maastricht und Aachen, doch die belgischen Behörden forderten, dass die entsprechenden Züge des niederländischen Bahnunternehmens Arriva mit dem europäischen Sicherheitssystem ETCS ausgerüstet werden müssten. Das ist inzwischen bereits geschehen. Doch die dazugehörende Kompatibilität zwischen den drei individuellen Sicherheitssysteme der jeweiligen Eisenbahnen brachte technische Probleme, z.B. durch die Höhe der Züge.

Es geht dabei darum, dass die Züge die Induktoren dieser Systeme in den Gleisen überfahren müssen und da zeigten sich Probleme… Dies sorgte letztendlich dafür, dass die Anträge für die Genehmigung für diese Züge bei der Europäischen Eisenbahnagentur ERA verschoben werden mussten. Eigentlich hätte der Hersteller dieser 8 Mehrstrom-Nahverkehrszüge vom Typ Flirt, Stadler Rail aus der Schweiz, diese Probleme früher erkennen müssen, so das niederländische Eisenbahn-Fachmagazin „Rail Magazine“ dazu. 

Alle anderen Punkte sind geregelt

Die beteiligten Eisenbahngesellschaften NMBS/SNCB in Belgien, die DB AG in Deutschland sowie NS und Arriva in den Niederlanden gaben bereits im Frühjahr an, dass die Voraussetzungen sowohl auf finanzieller und technischer Ebene, als auch auf Ebene der Kapazitäten jetzt gegeben seien.

Geplant ist jetzt, dass dieser Dreiländerzug, inzwischen LIMAX genannt, zwischen Lüttich, Maastricht und Aachen voraussichtlich ab dem Fahrplanwechsel im Frühjahr 2024 einmal pro Stunde in jede Richtung fahren. Das bedeutet, dass die Fahrgäste hier ohne umsteigen zu müssen, zwischen diesen wichtigen Städten hin- und herfahren können. Bisher ist dies nur zwischen Lüttich und Maastricht bzw. zwischen Aachen und Maastricht möglich (in Maastricht bzw. in Lüttich bieten sich auch Anschlüsse nach Hasselt in der flämischen Provinz Limburg). 

Einzigartiges Projekt

Der Dreiländerzug ist ein bisher einmaliges Projekt, denn dieser Zug verbindet drei europäische Grenzregionen miteinander und dies umsteigefrei. Dadurch können die Nutzer dieses Angebots einfacher aus privaten oder aus beruflichen Gründen mit dem Zug über die Grenze(n) fahren.

Innerhalb dieser drei Städte in der Euregio Maas-Rhein wird seit vielen Jahren intensiv wirtschaftlich, kulturell, touristisch und auch auf Ebene der Hochschulen und Universitäten zusammengearbeitet und dies führt tag-täglich zu vielen Verkehrsbewegungen. Dieses grenzüberschreitende Angebot für den öffentlichen Nahverkehr per Bahn bietet jetzt ab 2024 eine zusätzliche umweltfreundliche und nachhaltige Alternative.

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