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Sylvester: Feuerwerksverbot in mehr als der Hälfte der flämischen Kommunen und in Brüssel

Die Organisation Oscare, die sich für Brandopfer einsetzt, fordert ein generelles Verbot von Feuerwerkskörpern. Das schreibt die Zeitung ‚Het Laatste Nieuws‘ in ihrer Dienstagausgabe. In Flandern wird es sowieso in mehr als der Hälfte der Gemeinden untersagt sein, in der kommenden Silvesternacht selbst Feuerwerkskörper abzubrennen und in der Hauptstadtregion Brüssel während des ganzen Jahresendes.

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Die gemeinnützige Organisation Oscare, das Nachsorgezentrum für Menschen mit Verbrennungen und Narben, hat wie schon im letzten Jahr eine Umfrage bei Städten und Kommunen durchgeführt. In mehr als der Hälfte der flämischen Kommunen ist das Zünden von Feuerwerkskörpern in der Silvesternacht verboten, aber das bedeutet auch, dass in fast der Hälfte der flämischen Kommunen das Zünden von Feuerwerkskörpern in der Silvesternacht noch erlaubt ist.

Immer noch große regionale Unterschiede

Allerdings gibt es große regionale Unterschiede: In Westflandern ist das Abschießen von Feuerwerkskörpern noch in 78 % der Gemeinden erlaubt, in Limburg ist man auch nicht sehr streng, in der Provinz Antwerpen ist es nur in 23 % der Gemeinden erlaubt. 

"Letztes Jahr hat die Provinz Antwerpen aufgrund unserer Studie ein strenges Verbot von Feuerwerkskörpern erlassen", erklärt Peter Van Rossum, Präventionsberater bei Oscare. "Wir glauben, dass in Westflandern immer noch mehr Feuerwerkskörper abgeschossen werden dürfen, weil es dort mehr offene Gebäude und damit mehr Platz gibt."

Auch in Ostflandern gibt es einen Unterschied zum letzten Jahr: Nur noch 36 % der Gemeinden erlauben Feuerwerkskörper, während es im letzten Jahr noch 55 % waren.

Forderung nach einer generellen Regelung

Oscare fordert ein generelles Verbot von Feuerwerkskörpern, die von Privatpersonen gezündet werden. "Wir finden diese regionalen Unterschiede eklatant. Ich weiß nicht, worin der Unterschied von einer Gemeinde zur anderen besteht. Feuerwerkskörper sind in jeder Gemeinde gefährlich. Deshalb fordern wir ein generelles Verbot von Feuerwerkskörpern". 

Wenn beim Abbrennen von Feuerwerkskörpern etwas schief geht, kann das sehr ernste körperliche Folgen haben. Außerdem haben Feuerwerkskörper auch negative Auswirkungen auf Haustiere, die ein viel schärferes Gehör haben als Menschen.

Brüsseler Hauptstadtregion am strengsten

In der Region Brüssel-Hauptstadt sind die Vorschriften bereits am strengsten. Dort sind der Besitz, der Transport und die Verwendung von Feuerwerkskörpern auf öffentlichen Plätzen während der verlängerten Jahresendzeit auf Antrag von Polizei und Feuerwehr bereits seit zwei Jahren verboten. Wer dennoch Feuerwerkskörper dort zündet, wo sie eigentlich nicht erlaubt sind, riskiert ein Bußgeld.

Ein Verbot auf flämischer Ebene ist nicht möglich. Der flämische Minister Ben Weyts hat es einmal aus seiner Zuständigkeit für den Tierschutz heraus versucht. Die Bundesebene hat dagegen geklagt und Minister Weyts wurde daraufhin vom Verfassungsgericht zurückgepfiffen.

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