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Keine Pendlerzüge und deutlich weniger IC’s - Bahnstreik in Belgien

Beim zweiten 48-Stunden-Bahnstreik in Belgien sind die Folgen für die Reisenden nicht so dramatisch, wie man erwarten könnte. Der alternative Fahrplan der Bahngesellschaft NMBS/SNCB funktioniert, auch wenn z.B. nur etwa drei von fünf IC-Zügen fahren. Diese sind gut besetzt. Doch auch für die Gewerkschaften ist dieser Streik ein Erfolg.

Andreas Kockartz
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Der Notfahrplan der NMBS an diesen Streiktagen sieht vor, dass drei von fünf IC-Zügen fahren und auch, dass zwei von fünf S-Bahn- oder Lokalzügen unterwegs sind. Nur die sogenannten P-Züge, dass sind die Pendlerzüge, die morgens und abends zu den Stoßzeiten eingesetzt werden, sind komplett gestrichen. Reisende können sich über die Bahn-App informieren, wie sie zu ihrem Ziel kommen.

Die Gewerkschaften werten auch diesen zweiten 48-Stunden-Bahnstreik als Erfolg, denn sie haben erneut die Möglichkeit, um auf ihre Probleme hinzuweisen. 

Sie protestieren mit dieser Aktion einmal mehr gegen die Maßnahmen, die die Bahndirektion zur Steigerung der Produktivität ergriffen haben. Diese seien nicht zu bewerkstelligen, so die Gewerkschaften, denn zum einen seien sie schlecht vorbereitet und zum anderen mit der aktuellen Personalstärke nicht zu erreichen - Stichwörter Facharbeiter- und allgemeiner Personalmangel.  

Die meisten Reisenden und Pendler haben sich auf die Streiktage bis Donnerstag, 22 Uhr, gut vorbereitet und die Züge, die unterwegs sind, sind fast voll. An diesem zweiten Bahnstreik seit November beteiligen sich nur die sozialistische ACOD und die liberale ACLVB. Die christliche Gewerkschaft ACV ist dieses Mal nicht dabei und setzt auf Verhandlungen mit dem Bahnmanagement. 

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