Zum Hauptinhalt springen
Archivbild nur zur Illustrierung

Dienstagabend beginnt ein neuer 48-stündiger Streik bei der belgischen Bahn: Notfahrplan

Heute Abend um 22 Uhr beginnt bei der belgischen Bahn ein weiterer 48-stündiger Streik, der bis Donnerstag, den 7. Dezember, 22 Uhr dauern wird. Die NMBS/SNCB bietet einen Notfahrplan mit ihrem arbeitswilligen Personal an. Am Mittwoch, dem 6. Dezember, werden nur drei von fünf IC-Zügen fahren.

Veröffentlicht:

Im November gab es ebenfalls einen 48-stündigen Streik, an dem sich die drei Gewerkschaften beteiligten. Diesmal beschloss die christliche Gewerkschaft ACV Transcom, ihre Streikzusage zurückzuziehen. Die sozialistische und die liberale Gewerkschaft beschlossen jedoch, den 48-stündigen Streik fortzusetzen, da sie nach dem Novemberstreik keine ausreichenden Fortschritte sahen.

HR Rail, der gesetzliche Arbeitgeber des Bahnpersonals, bezeichnete den Streik der sozialistischen Gewerkschaft ACOD Bahn und der liberalen Gewerkschaft VSOA Bahn als "völlig unverantwortlich und inakzeptabel gegenüber den Bahnreisenden".

Die NMBS/SNCB bietet einen alternativen Notfahrplan an, der einen Tag im Voraus im Detail bekannt gegeben wird. Reisende, die am Mittwoch, den 6. Dezember, mit dem Zug fahren müssen, können das alternative Zugangebot ab heute über die Online-Auskunft oder die App der Bahn abfragen.

Am Mittwoch werden 3 von 5 IC-Zügen und 2 von 5 S- und L-Zügen verkehren. Die meisten P-Züge, die Züge zur Hauptverkehrszeit, verkehren nicht.

Das Angebot für Donnerstag, den 7. Dezember, wird am Mittwoch bekannt gegeben und kann in einigen Regionen leicht von dem des Mittwochs abweichen.

Warum wird die Bahn schon zum zweiten Mal bestreikt?

Grund für diese Streiks sind die Unzufriedenheit der Eisenbahner über ihre Arbeitslage sowie eine neue Arbeits- und Dienstplanregelung und über den Gang der Dinge bei den laufenden Reformen. Die Gewerkschaften bemängeln, wie übrigens auch die belgischen Fahrgastverbände, dass zu viele Züge unpünktlich sind und dass zu viele Reisezüge in einer viel zu kurzen Zusammenstellung unterwegs sind.

Hinzu kommen noch der weiterhin akute Personalmangel und die Konfrontation mit neuen digitalen Anwendungen, die nicht richtig funktionieren und damit zu Sicherheitsproblemen führen. Zu allem Überfluss werfen die Gewerkschaften der NMBS/SNCB vor, einmal mehr eine Reform durchzuführen, die an den Sorgen und Nöten der Beschäftigten und der Fahrgäste vorbeigeht.

Die NMBS/SNCB will zudem 250 Stellen in den Bahnhöfen streichen und die Dienstleistung dort den Fahrkartenautomaten überlassen. Das hier freigesetzte Personal soll andere Aufgaben übernehmen, um offene Stellen zu besetzen, weil die Bahn nicht genug neue Mitarbeiter findet.

Lesen Sie mehr über

Meistgelesen

  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5