Zum Hauptinhalt springen
Am Montag legte das Personal der Schleusen an Kanälen und Flüssen die Arbeit nieder
Inland
Wirtschaft

Streiks der Beschäftigten des öffentlichen Dienstes in Flandern weiten sich aus

Der Streik der Beschäftigten des öffentlichen Dienstes Flandern wird heute fortgesetzt und führt zu erheblichen Beeinträchtigungen des Schiffsverkehrs auf den Binnenwasserstraßen des belgischen Bundeslandes. Am Montag legte das Personal der Schleusen an Kanälen und Flüssen die Arbeit nieder, und nun erklärt die christliche Gewerkschaft ACV, dass auch die Schiffslotsen in den Seehäfen in den Arbeitskampf treten. Sie protestieren damit gegen die Reformen des flämischen Beamtenstatuts.

Veröffentlicht:

Ilse Remy von der Gewerkschaft ACV Öffentlicher Dienst sagte gegenüber VRT NWS: "Die Schleusen werden heute nicht geöffnet. Der Streik geht weiter".  Dutzende von Booten warten derzeit an den Schleusen, weil diese bestreikt werden. Der Streik droht jedoch auch Auswirkungen auf andere Bereiche zu haben.

Die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes Flanderns, die Dienstleistungen für die Schifffahrt erbringen, sind ebenfalls in den Streik getreten, was bedeutet, dass es keine Lotsen gibt, die die Seeschiffe sicher in den Hafen führen. "Wenn kein Lotse an Bord ist, kann ein Schiff nicht in den oder aus dem Hafen fahren. Das wird sicherlich große Auswirkungen auf alle Seehäfen in Flandern haben", sagte Ilse Remy gegenüber VRT NWS.

Etwa 30 Schiffe warten bereits in der Nordsee auf die Einfahrt in den Hafen von Antwerpen, so der Hafensprecher Lennart Verstappen.

Andernorts hat sich der Streik auch auf andere flämische öffentliche Dienste ausgeweitet, wie z.B. die flämische Arbeits- und Berufsausbildungsbehörde VDAB, und "heute Morgen wird auch ein Streik im psychiatrischen Pflegezentrum in Rekem beginnen", so die Gewerkschaftlerin.

"Der Streik wird fortgesetzt"

Das Personal hat die Arbeit niedergelegt, weil es mit dem neuen Personalstatut des öffentlichen Dienstes, dass die flämische Landesregierung vorgelegt hat, unzufrieden ist. Zu den umstrittenen Themen gehören auch die Gehälter.

Laut Ilse Remy von der ACV finden die Gewerkschaften bei der flämischen Regierung kein Gehör. "Wir haben bis jetzt noch keine Antworten erhalten. Wir werden unsere Aktionen so lange fortsetzen, bis wir eine konstruktive Einigung erzielt haben".

Für Dienstagnachmittag sind Gespräche zwischen den Gewerkschaften und der für den flämischen öffentlichen Dienst zuständigen Ministerin Gwendolyn Rutten (OpenVLD, flämische Liberale) geplant.

Meistgelesen

  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5